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Informationen über das Projekt: "Vertrieben aus Warschau 1944 - Kinderschicksale"


       Das Projekt "Vertrieben aus Warschau 1944 - Kinderschicksale" möchte das Wissen über die Vertreibung der Zivilbevölkerung vertiefen, die in Warschau zwischen August und Oktober 1944 stattfand. Keine andere europäische Stadt hat im Zweiten Weltkrieg solchen Schaden erlitten wie Warschau und seine Bevölkerung. Nach der Verteidigung der Hauptstadt im September 1939 wurden von den deutschen Besatzern rücksichtslose, blutige Maßnahmen gegen die Einwohner ergriffen, die die ganze Besatzungszeit lang andauerten.
 Die Zahl der Toten in Warschau wird auf ca. 200 000 geschätzt (davon 70 000 Ermordete), weitere 700 000 Menschen wurden vertrieben. Nach dem Ende des Warschauer Aufstands am 2. Oktober 1944 wurden die Einwohner Warschaus, die sich bis zuletzt im Stadtzentrum aufhielten, aus der Stadt vertrieben und waren ihrem weiteren Schicksal ausgesetzt.
 Zwischen dem 6. August und 10. Oktober 1944 wurden im Lager in Pruszków insgesamt 550 000 Menschen aus Warschau und 100 000 aus der Umgebung Warschaus gefangengehalten. Von dort aus wurden 150 000 Menschen zur Zwangsarbeit nach Deutschland und 50 000 direkt in die Konzentrationslager deportiert. Die Verletzten oder nicht Arbeitsfähigen wurden in verschiedene Ortschaften im Generalgouvernement transportiert.

Die Projektpartner

 ?Vertrieben aus Warschau 1944 - Kinderschicksale" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Historischen Museums der Hauptstadt Warschau und des Staatsarchivs der Hauptstadt Warschau in Zusammenarbeit mit der deutschen Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. 
 Das Projekt soll einen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis leisten und ein größeres öffentliches Interesse an der Problematik der Vertreibung und deren Auswirkungen auf Deutsche, Polen und Vertreter anderer europäischer Länder wecken. 
 Das Historische Museum der Hauptstadt Warschau beschäftigt sich seit Jahren mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs in Warschau und sammelt unterschiedliche Zeugnisse und Andenken zu diesem Thema. Das Museum plant, das Material für die Erstellung einer Webseite auszuwerten. Außerdem werden eine wissenschaftliche Konferenz, ein Katalog und eine Ausstellung vorbereitet. 
 In den Sammlungen des Staatsarchivs der Hauptstadt Warschau befinden sich sehr viele Dokumente, die dank des Projekts einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden können. Das Archiv hat vor, nicht nur seine eigenen Sammlungen zugänglich zu machen, sondern sich ebenfalls an den Vorbereitungen der Webseite, der Konferenz und der Ausstellung zu beteiligen. 
 Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten beschäftigt sich mit einer ähnlichen Thematik in Deutschland. Sie ist u.a. zuständig für die Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen, in dem u.a. Tausende Deportierte aus Warschau gefangengehalten wurden. Der deutsche Projektpartner wird seine Materialien zugänglich machen, an der Vorbereitung der Ausstellung und der Konferenz teilnehmen und die Ergebnisse der Zusammenarbeit im Internet verbreiten.

Das Projekt

 Im Rahmen des Projektes werden zunächst Berichte der Augenzeugen als Audio- und Multimediaaufnahmen gesammelt. Schriftliche Berichte, Dokumente, Andenken und Fotos zu diesem Thema werden gesichert und digitalisiert - somit entsteht eine Art "Virtuelles Archiv", das auf der Webseite in Form einer virtuellen Ausstellung zu diesem Thema präsentiert wird. Diese Darstellungsweise ermöglicht es, das gesammelte Material an alle Interessierten nicht nur aus Polen, sondern auch aus Deutschland zu präsentieren. Die Webseite wird außerdem auf Englisch erstellt. Mit Hilfe des gesammelten Materials wird eine Wanderausstellung in drei Sprachen (Deutsch, Polnisch, Englisch) vorbereitet. Sie wird in Museen, Wissenschafts-, Kultur- und Bildungsinstitutionen in Europa präsentiert. Die öffentliche internationale Gruppendiskussion, die im Historischen Museum der Stadt Warschau organisiert wird, soll sowohl der Präsentation der Forschungsergebnisse zum Thema Zwangsvertreibung der Warschauer Einwohner im Jahr 1944 und vergleichbaren Ereignissen in der Geschichte Europas dienen, als auch den Meinungsaustausch zwischen Wissenschaftlern (Historiker, Politologen, Soziologen), Augenzeugen und Jugendlichen ermöglichen.
 Die interessantesten Materialien, darunter auch die interessantesten Bildaufnahmen, Dokumente und Andenken werden im Ausstellungskatalog in Form eines Albums veröffentlicht.

Das Ziel und die Zielgruppe

     Das Projekt setzt sich zum Ziel, ein Thema zu erforschen, das bisher noch kein Interesse der Wissenschaftler gefunden hat, das aber ein Objekt der interdisziplinären Forschung nicht nur der Historiker, sondern auch der Soziologen, Psychologen und Politologen sein sollte. 
 Das Projekt möchte mithelfen, das Bild einer bestimmten Generation zu zeichnen. Es soll bewirken, dass ältere Menschen ihre Erlebnisse erzählen oder aufschreiben. Es soll auch bei den Jugendlichen das Interesse für die Vergangenheit ihrer eigenen Familie oder der Nachbarn wecken und bewirken, dass sie nach ihrer eigenen Herkunft suchen. Durch die Digitalisierung der Dokumente und der Andenken aus Familienarchiven dient das Projekt dem Europäischen Kulturerbe für kommende Generationen. 
     Das Projekt richtet sich an mehrere Zielgruppen. Vor allem für Jugendliche kann es interessant sein, sich mit den Gleichaltrigen aus dem Jahr 1944 zu identifizieren. Daher richtet sich das Projekt auch speziell an Lehrer und Bildungseinrichtungen. 
 Eine weitere Zielgruppe ist natürlich die Generation der 1930er Jahre, d.h. die Menschen, die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs Kinder waren. Es ist eine dringende Angelegenheit, möglichst schnell mit den Augenzeugen der damaligen Ereignisse Kontakt aufzunehmen, um ein umfangreiches Dokumentationsmaterial zu sammeln.
     Wir sind sicher, dass das Projekt nicht nur für die Einwohner Warschaus und Polens interessant sein wird, sondern ebenso für Menschen in anderen Ländern. Das Projekt ermöglicht zum einen, die beschriebenen Erlebnisse mit eigenen Erfahrungen zu konfrontieren, zum anderen kann es helfen, eine neue Perspektive für die Probleme der Vergangenheit zu gewinnen. Dies soll zu einer besseren Verständigung unter den Nationen Europas beitragen.
     Das Projekt "Vertrieben aus Warschau 1944 - Kinderschicksale" möchte das Wissen über die Vertreibung der Zivilbevölkerung vertiefen, die in Warschau zwischen August und Oktober 1944 stattfand. Keine andere europäische Stadt hat im Zweiten Weltkrieg solchen Schaden erlitten wie Warschau und seine Bevölkerung. Nach der Verteidigung der Hauptstadt im September 1939 wurden von den deutschen Besatzern rücksichtslose, blutige Maßnahmen gegen die Einwohner ergriffen, die die ganze Besatzungszeit lang andauerten.
      Die Zahl der Toten in Warschau wird auf ca. 200 000 geschätzt (davon 70 000 Ermordete), weitere 700 000 Menschen wurden vertrieben. Nach dem Ende des Warschauer Aufstands am 2. Oktober 1944 wurden die Einwohner Warschaus, die sich bis zuletzt im Stadtzentrum aufhielten, aus der Stadt vertrieben und waren ihrem weiteren Schicksal ausgesetzt.
 Zwischen dem 6. August und 10. Oktober 1944 wurden im Lager in Pruszków insgesamt 550 000 Menschen aus Warschau und 100 000 aus der Umgebung Warschaus gefangengehalten. Von dort aus wurden 150 000 Menschen zur Zwangsarbeit nach Deutschland und 50 000 direkt in die Konzentrationslager deportiert. Die Verletzten oder nicht Arbeitsfähigen wurden in verschiedene Ortschaften im Generalgouvernement transportiert.

Die Projektpartner

     "Vertrieben aus Warschau 1944 - Kinderschicksale" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Historischen Museums der Hauptstadt Warschau und des Staatsarchivs der Hauptstadt Warschau in Zusammenarbeit mit der deutschen Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. 
 Das Projekt soll einen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis leisten und ein größeres öffentliches Interesse an der Problematik der Vertreibung und deren Auswirkungen auf Deutsche, Polen und Vertreter anderer europäischer Länder wecken. 
      Das Historische Museum der Hauptstadt Warschau beschäftigt sich seit Jahren mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs in Warschau und sammelt unterschiedliche Zeugnisse und Andenken zu diesem Thema. Das Museum plant, das Material für die Erstellung einer Webseite auszuwerten. Außerdem werden eine wissenschaftliche Konferenz, ein Katalog und eine Ausstellung vorbereitet. 
      In den Sammlungen des Staatsarchivs der Hauptstadt Warschau befinden sich sehr viele Dokumente, die dank des Projekts einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden können. Das Archiv hat vor, nicht nur seine eigenen Sammlungen zugänglich zu machen, sondern sich ebenfalls an den Vorbereitungen der Webseite, der Konferenz und der Ausstellung zu beteiligen. 
       Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten beschäftigt sich mit einer ähnlichen Thematik in Deutschland. Sie ist u.a. zuständig für die Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen, in dem u.a. Tausende Deportierte aus Warschau gefangengehalten wurden. Der deutsche Projektpartner wird seine Materialien zugänglich machen, an der Vorbereitung der Ausstellung und der Konferenz teilnehmen und die Ergebnisse der Zusammenarbeit im Internet verbreiten.

Das Projekt

     Im Rahmen des Projektes werden zunächst Berichte der Augenzeugen als Audio- und Multimediaaufnahmen gesammelt. Schriftliche Berichte, Dokumente, Andenken und Fotos zu diesem Thema werden gesichert und digitalisiert - somit entsteht eine Art "Virtuelles Archiv", das auf der Webseite in Form einer virtuellen Ausstellung zu diesem Thema präsentiert wird. Diese Darstellungsweise ermöglicht es, das gesammelte Material an alle Interessierten nicht nur aus Polen, sondern auch aus Deutschland zu präsentieren. Die Webseite wird außerdem auf Englisch erstellt. Mit Hilfe des gesammelten Materials wird eine Wanderausstellung in drei Sprachen (Deutsch, Polnisch, Englisch) vorbereitet. Sie wird in Museen, Wissenschafts-, Kultur- und Bildungsinstitutionen in Europa präsentiert. Die öffentliche internationale Gruppendiskussion, die im Historischen Museum der Stadt Warschau organisiert wird, soll sowohl der Präsentation der Forschungsergebnisse zum Thema Zwangsvertreibung der Warschauer Einwohner im Jahr 1944 und vergleichbaren Ereignissen in der Geschichte Europas dienen, als auch den Meinungsaustausch zwischen Wissenschaftlern (Historiker, Politologen, Soziologen), Augenzeugen und Jugendlichen ermöglichen.
       Die interessantesten Materialien, darunter auch die interessantesten Bildaufnahmen, Dokumente und Andenken werden im Ausstellungskatalog in Form eines Albums veröffentlicht.

Das Ziel und die Zielgruppe

      Das Projekt setzt sich zum Ziel, ein Thema zu erforschen, das bisher noch kein Interesse der Wissenschaftler gefunden hat, das aber ein Objekt der interdisziplinären Forschung nicht nur der Historiker, sondern auch der Soziologen, Psychologen und Politologen sein sollte. 
 Das Projekt möchte mithelfen, das Bild einer bestimmten Generation zu zeichnen. Es soll bewirken, dass ältere Menschen ihre Erlebnisse erzählen oder aufschreiben. Es soll auch bei den Jugendlichen das Interesse für die Vergangenheit ihrer eigenen Familie oder der Nachbarn wecken und bewirken, dass sie nach ihrer eigenen Herkunft suchen. Durch die Digitalisierung der Dokumente und der Andenken aus Familienarchiven dient das Projekt dem Europäischen Kulturerbe für kommende Generationen. 
      Das Projekt richtet sich an mehrere Zielgruppen. Vor allem für Jugendliche kann es interessant sein, sich mit den Gleichaltrigen aus dem Jahr 1944 zu identifizieren. Daher richtet sich das Projekt auch speziell an Lehrer und Bildungseinrichtungen. 
      Eine weitere Zielgruppe ist natürlich die Generation der 1930er Jahre, d.h. die Menschen, die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs Kinder waren. Es ist eine dringende Angelegenheit, möglichst schnell mit den Augenzeugen der damaligen Ereignisse Kontakt aufzunehmen, um ein umfangreiches Dokumentationsmaterial zu sammeln.
      Wir sind sicher, dass das Projekt nicht nur für die Einwohner Warschaus und Polens interessant sein wird, sondern ebenso für Menschen in anderen Ländern. Das Projekt ermöglicht zum einen, die beschriebenen Erlebnisse mit eigenen Erfahrungen zu konfrontieren, zum anderen kann es helfen, eine neue Perspektive für die Probleme der Vergangenheit zu gewinnen. Dies soll zu einer besseren Verständigung unter den Nationen Europas beitragen.

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  Das Projekt ist vom Museum der Stadt Warschau in der Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv der Stadt Warschau und der deutschen Stiftung niederschsischen Gedenkstätten realiziert