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Bericht von Mieczysław Rychter


Ich schicke Ihnen hiermit einige Informationen über Kinder der Warschauer, die während des Aufstandes vertrieben wurden. Die Information ist nicht vollständig, denn sie umfasst nur Kinder, die nach dem 16. Januar 1945 (Befreiung von Grójec) die Gesamtschule
Nummer 1 besuchten. Nur eine kleine Zahl der Kinder kehrte mit ihren Eltern in die Trümmer der Hauptstadt zurück (4-6), die meisten blieben so lange, bis die Lebensbedingungen in der wieder aufgebauten Hauptstadt annehmbar waren.

Bis Ende des Schuljahres, d.h. bis Juli besuchten die Schule folgende Schüler:

Juraś Halina
Baszkiewicz Eugeniusz
Rygiel Teresa und Maria
Wasilewska Irena - aus der Region Posen vertrieben
Mozenzweig Jan - ein geretteter Jude aus Warschau, der dort versteckt worden war
Strasburger Krystyna
Sabak Krystyna - ein Waisenkind, ihre Eltern kamen in Warschau um; wohnte bei ihrer Tante
Gołębiowski Kazimierz
Blum Maria - ihr Vater war ein in Treblinka ermordeter Jude, die Mutter war Polin
Brańska Jadwiga
Śliwiński Bogdan und Zbigniew
Głowacka Barbara
Fiodor Krystyna - die Mutter verstarb und [wurde] in Grójec in 1945 begraben
Celińska Krystyna und Stanisław
Kociszewski Jerzy - ein Waisenkind, [seine] Pflegemutter war eine aus Warschau vertriebene Lehrerin namens Łukasiak, deren Ehemann Offizier der Polnischen Armee in dem Westen war
Szmidt Jan
Ładowski Zbigniew
Witkowska Barbara - ein Pflegekind der Schneiderin
Gajewski Sylwester

            Der Elternrat bestimmte - in Rahmen seiner Möglichkeiten, da die Situation sehr schwierig war - bestimmte Geldbeträge, um die Kinder [aus Warschau] mit Kleidung, Heften, Büchern usw. zu versorgen. Gleichzeitig stellte RGO [Zentraler Hilferat] auch Geldmittel für zusätzliche Ernährung bereit. Es wurde zusätzliche Ernährung organisiert: Suppe und eine Scheibe Brot.

Die Situation der Schule war auch sehr schwierig. Die Nazis zerstörten alle Schulgeräte. Die Schüler mussten ihre eigenen Stühle bringen, zum Schreiben saßen sie an Fensterbrettern oder sogar auf dem Boden. [...]. Die Schule half, indem sie [die Kinder aus Warschau] mit Heften und Kleidern versorgte und sie zu wohlhabenden Bauern (Kazan aus der Ortschaft Wola Krobowa) schickte, bei denen sie umsonst Milch bekommen haben. Für die Sommerferien wurden zwei Schülerinnen (Krystyna Celińska i Krystyna Fiodor) nach Dänemark und zwei (Jadwiga Brańska i Krystyna Strasburger) in die Niederlande geschickt.

Die folgenden Schüler blieben in Grójec und absolvierten dort das Gymnasium:
Krystyna Celińska - arbeitet heutzutage in einer Gartengenossenschaft.
Stanisław Celiński - Fahrer
Bohdan Śliwiński - Ingenieur, absolvierte Politechnika Warszawska (Technische Hochschule Warschau), arbeitet in PKS (staatliches Busunternehmen)
Zbigniew Śliwiński- Bergbauingenieur, absolvierte Bergbauakademie in Krakau, arbeitet in einem Bergbauamt in Częstochowa [Tschenstochau]
Maria Blum- absolvierte die Verarbeitungsfakultät in SGGW [Die Warschauer Naturwissenschaftliche Universität], wohnt in Warschau
Krystyna Fiodor wohnt in Warschau, ihre Mutter wurde in Grójec begraben.

Ich habe keine Informationen über andere Schüler, die sich nach der Vertreibung in Grójec aufhalten sollten.

           

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