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Bericht von Elżbieta Dankowska-Walas


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     An Pruszków kann ich mich nicht gut erinnern; ich weiß allerdings, dass wir auf solchen Erhöhung schliefen, und uns jeweils ein Stück Brot und Tomaten gegeben wurden. Sanitärfrauen von RGO (Zentrales Hilferat) teilten es aus, ich weiß nicht, wer sie waren... Sie hatten graue oder weiße Schürzen an. Und sie gaben jedem eine Tomate und ein Stück Brot.
     Die Menschen wurden geteilt: Männer, Frauen... Und ich erinnere mich noch, dass ein Mann mich an der Hand zog, und meine Mutter zog von der anderen Seite, sie wollte mich ihm nicht geben. Er sagte: "Sie haben doch Kinder, und ich? Mich werden sie wegnehmen, wenn ich kein Kind haben werde." Er wollte mich tragen. Er wollte mich ausleihen. Aber man wusste nicht, was danach passiert wäre, denn die Deutschen trieben uns irgendwohin. Das war die Selektion und die Männer, die keine Frauen, aber Kinder hatten, wurden nicht ins Lager geschickt.
     Ich war damals mit meiner Mutter, Großmutter, der kleineren Schwester und mit einem Cousin dort. Denn wir wohnten dort in Nalewki alle zusammen. Ich erinnere mich daran, dass mich dieser fremde Mann an die Hand zerrte, und meine Mutter wollte mich nicht weggeben. Aber das waren schon andere Männer, jung und gesund; es gab keine Männer aus unserem Schutzkeller - vielleicht nur diesen Geigespieler, irgendwelcher kranker Mann... Wir trafen dort diesen Professor, bei dem mein Vater malen gelernt hatte; er starb übrigens in diesem Lager.

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