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Wanderleben


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Bericht von Wiktoria Adamus

[...]  Dort wurde uns erlaubt, im Badehaus zu baden, wir bekamen auch saubere Bettwäsche. Soviel ich mich erinnere, zählte unsere Gruppe etwa zwanzig Polen. Frau Czugalińska arbeitete sehr schwer in der Fabrik. Als sie von der Arbeit zurückkam, war sie so müde, dass sie sich kaum auf den Beinen halten konnte. Erschöpft sank sie ins Bett. Ihre Tochter Marysia half ihr ab und bei der Arbeit.  [...]

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Bericht von Jerzy Pawlak

[...]  Im März 1945 verlie? ich das Dorf und begab mich ich auf den Weg nach Warschau. Der Zug blieb noch vor dem Bahnhof Warschau-West stehen. Die Menschenmassen mit veschiedenen Bündeln und Wagen strömten heraus. Alle gingen auf dem Bahngleis, das zum Stadtzentrum führte. Ich folgte ihnen und nach einiger Zeit kam ich zur Kreuzung von Jerozolimskie-Allee und Marszałkowskastra?e. Rundherum lag noch ziemlich viel Schnee. Er bedeckte die Trümmern, die vielleicht deshalb nicht so grauenhaft aussahen. Ich glaube, dass der Schnee den fürchterlichen Eindruck abschwächte.  [...]

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Bericht von Janusz Waldemar Wilczyński

[...]  In einer Ortschaft namens Opacz flohen wir aus dem Konvoi, als es dunkel war. In der Nähe stationierten ungarische Soldatentruppen.  [...]

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Bericht von Jan Ryszard Mleczek

[...]  In Klaudyna tobten die Własowcy, sie schossen auf alles, was sich bewegte. Unsere Gruppe ist auseinandergefallen. Ich bin in den Nächten durch Dörfer Blizna, Babice in Richtung Brwinowo gegangen. Dort traf ich sofort auf eine Razzia auf Menschen aus Warschau, und wurde nach Pruszków getrieben. Von dort aus wurde in Richtung Żyrardów transportiert. In der Gegend von Jaktorowo, als wir in der nach Halt gemacht haben, gelang es mir zu fliehen. Danach kehrte ich nach Brwinów zurück.  [...]

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Bericht von Maria Kapuścińska

[...]  Nach der Befreiung, hat es sich erwiesen, daß wir nirgendwo eine Übernachtung bekommen können, weil es verordnet wurde, dass keiner, unter Todesstrafegefahr, die Menschen mit warschauer Adresse zu sich nehmen darf. Und die Polizeistunde war schon so nah!  [...]

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Bericht von Wacława Połomska

[...]  Am 2. Februar wurde das Lager in Grupia unter Artilleriefreuer genommen. Es kam zu einem Unglück. Ein von den Geschoßen stürzte in unsere Baracke hinein und verletzte fünf Peronen schwer. Unter anderem wurde dem Sohn von Frau Jabłonka der Fuß abgerissen. Wir versteckten uns in den Bunkern, wo wir ein paar Tage verbrachten. In der Nähe brummte die Front. Dann kamen die Deutschen wieder und um 10. Februar trieben sie uns weiter in die Richtung Świecie.  [...]

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Bericht von Włodzimierz Antosiewicz

[...]  Aus dem Gebiet der Pommernstellung her hörte man einen dumpfen Explosionswiderschall. Wir hatten schon früher zurückziehende deutsche Soldateneinheiten gesehen. Wir ahnten, dass wir nur Schlimmes seitens der Polizei erwarten konnten - der Polizeikommandant pflegte unsere Bäuerin zu besuchen. Wir vereinbarten, dass wir zu dritt in den Wald flüchteten. Die nächste Stadt und der nächste Bauernhof waren von unserem Hof ca. 2 Kilometer entfernt. Wir sagten zu der Bäuerin, dass wir weggingen, dass wir nach Polen wollten und dass sie uns Brot und Wurst geben sollte. Am Abend verließen wir den Hof. Anstatt nach Osten zu gehen, machten wir einen Umweg, und hielten wir im Wald an, ca. 1 Kilometer von dem Bauernhof. Dort versteckte sich schon früher mit unserer Hilfe ein Pole - ein Wurstmacher aus Krakau, dem Verhaftung und Tod drohte. Dieser Mann, sein Vorname war Jan, an seinen Nachnamen kann ich mich nicht erinnern, starb kurz nach der Befreiung von der Sowjetischen Armee. Die Todesursache war am wahrscheinlichsten die Brennspiritusvergiftung.  [...]

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Bericht von Helena Balcer

Sonntag, der 13. August
(...) Ich will die Uhr verkaufen, aber kann keinen Käufer finden, obwohl mir der Inspektor des hiesigen RGO [Zentraler Hilferat] dabei hilft. Es wurde uns heute gesagt, dass wir nur drei Tage lang das Essen bekommen werden, das heißt vom Sonntag bis Dienstag, und ich habe nur 30 Zloty. Das bringt mich in Verzweiflung. Ich habe keine Information über meinen Mann und meine [...]

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Bericht von Maria Tryczyńska

[...]  Nach der Niederlage des Aufstands, der in Żoliborz am 30. September 1944 zu Ende gegangen ist, war ich zusammen mit anderen Zivilisten (ich war damals 15 Jahre alt, war klein und zierlich) in dem Lager in Pruszków, dann in Jędrzejów, von wo es mir gelang, herauszukommen und in ein Dorf zu gehen. Ich wohnte vorübergehend in Kozłów in dem Haus des damaligen Landvogtes, Herrn Stawik. Sein Sohn Adam und Cousin Kazik Palka waren AK Soldaten (Polnische Heimatarmee).  [...]

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Bericht von Mieczysław Rychter

Mieczysław RYCHTER                                                     15. Januar 1978 Ich schicke Ihnen hiermit einige Informationen über Kinder der Warschauer, die während des Aufstandes vertrieben wurden. Die Information ist nicht vollständig, denn sie umfasst nur Kinder, die nach dem 16. Januar 1945 (Befreiung von Grójec) die Gesamtschule

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Bericht von Konrad Zienkiewicz

Wir verbrachten eine Nacht in einem Gesindehaus des Palastes. An diesem Tag oder am nächsten Morgen bekamen wir jeweils einen Laib Brot. Das war ein Vollkornbrot, in graues Papier und Folie verpackt, auf der das Datum vom Vorjahr stand...Es muss noch in der Ukraine gebacken worden sein. Es hat merkwürdig geschmeckt, aber man konnte es essen. Am nächsten Tag, soweit ich mich erinnern kann, wurden [...]

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Bericht von Aleksandra Wróblewska

[...]  Meine alte Mutter und ich wussten immer noch nichts über Hanias Aufenthaltsort. Ich schrieb also an das Rote Kreuz und nach einiger Zeit erhielt ich eine Antwort von Dr. Joseph Bellert. Herr Bellert gab mir Anschriften von Personen, die mir eine Nachricht erteilen konnten, an. Sofort begann ich, Briefe an die angegebenen Adressen zu schreiben. Die Gro?mutter der Kinder, Frau Szczawinska, schrieb, von Instinkt geleitet, an den Pfarrer in Weichsel (Ortschaft in Südpolen), der während der Messe die Gläubigen nach dem sechsjährigen Mädchen, Hania Wroblewska, dem ehemaligen Birkenau-Häftling fragte. Nach dem Gottesdienst meldete sich eine Frau in der Sakristei, die mitteilte, das gesuchte Mädchen beim Schmied im Dorf Poremba in der Nähe von Pszczyna gesehen zu haben.  [...]

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Bericht von Idalia Olszewska-Klemińska

[...]  Es stellte sich später heraus, das derjenige, der uns in diese Wohnung aufnahm - weil diese anderen Menschen in eine andere Wohnung gingen - dass er ein Volksdeutscher war. Aber er nahm uns auf und er war gut zu uns. Das heißt er benahm sich anständig. Anständig. Er hatte einen jugendlichen Sohn, seine Frau blieb irgendwo in Warschau zurück, sie schaffte es nicht mehr zurück. Und so fingen wir an, bei ihm zu wohnten. Aber das dauerte sehr kurz...  [...]

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Bericht von Jadwiga Kołodziejska-Jedynak

[...]  Selbstverständlich dachten wir sofort, wir müssten nach Warschau zurückkehren - wir wussten nicht, in welchem Zustand sich Warschau befand - aber wir mussten uns kurieren, denn das alles sah nicht gut aus - der Vater war sehr krank. Und es gab großes Mästen: meine Mutter nahm aus der Vorratkammer alles, was in Gläsern eingelegt war und mästete uns. Aber wir mussten von dort auch weg. Wir waren vielleicht zwei Wochen lang dort, vielleicht nicht mal so lange. Wir mussten fliehen, weil uns wiederum die Russen belästigten. Es gab dort meinen Vater, meine Mutter, meine Schwester und mich. Die wichtigste Aufgabe meines Vaters war, am Tor zu stehen, und die Russen von uns abzulenken. Er sprach ein wenig Russisch, nicht viel, aber ein bisschen hat er noch zugegeben und so hielt er sie von diesen drei Frauen fern.  [...]

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Bericht von Ludmiła Niedbalska

[...]  In der Nacht vom 7. auf den 8. November brachen meine Mutter und ich zur Erkundung nach Bukowina Tatrzańska auf. Wir fuhren ohne Ende wahrscheinlich in der fünften Klasse. Es gab Abteilwagen, in jedem Abteil gab es eine Tür ohne Fenster, manchmal sogar gab es auch die Tür nicht. Den Wagen entlang gingen Stufen, auf denen Menschen, hauptsächlich junge Männer standen. Drin herrschte Chaos: Pakete, Körbe, alte Weiber in Kopftüchern, in Pelzen. Die Menschen stehen, sitzen auf den Schoß, ein Kind schreit, jemand betet natürlich, und die, die auf den Stufen stehen, und sich mit den vor Kälte und Anstrengung steifen und schon blauen Händen festhalten, überlegen laut, "was wäre, wenn plötzlich..." Sie sind wachsam, bei jeder Verlangsamung des Zuges bereit zu springen und in dem dichten Wald, der bis zu den Gleisen geht, zu verschwinden.  [...]

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Bericht von Elżbieta Żakowicz-Prejzner

[...]  Aber es muss nicht weit weg von Częstochowa (Tschenstochau) gewesen sein, denn danach, als meine Mama ein wenig Geld zusammengelegt hatte, stiegen wir in einen Zug ein, und fuhren nach Częstochowa. Und wie lange waren Sie mit der Mutter und den Schwestern bei diesen Bauern auf dem Lande? Vielleicht eine Woche. Es dauerte nicht länger.  [...]

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Bericht von Eugeniusz Spiechowicz

[...]  Geringe Finanzmittel erlaubten uns nicht, bei dem Landwirt länger zu bleiben. Meine Mutter erinnerte sich daran, dass in einer Ortschaft namens Stąporków Tante Amelie wohnte, deren Ehemann (der am Anfang der Besatzungszeit verstorbene Bruder meiner Großmutter) Schulleiter dort war. Meine Mutter ist weggefahren, um herauszufinden, ob es möglich wäre, eine Zeitlang bei ihr zu wohnen. Nach einigen Tagen bekam ich von der Tante einen sehr herzlichen Brief. In dem Brief schrieb sie, dass es ihr nicht so gut ging, dass sie selbst in einem nicht besonders großen Zimmer wohnte und nur eine bescheidene Krankenrente bekam. Sie lud uns aber herzlich ein und schrieb noch, sie hatte Mehl- und Kartoffelvorräte, was uns allen helfen würde, den kommenden Winter gemeinsam zu überstehen. Anfang November verließ ich die bisherige Wohnung und fuhr mit der Bahn nach Stąporków.  [...]

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Bericht von Włodzimierz Szurmak

[...]  Anfang Dezember wurde Sklavenhandel vollbracht. An einem Sonntag kam eine Familie unseren Bauer besuchen. Sie wurden bewirtet, schauten sich den Bauernhof an und - was wir am Anfang nicht verstanden - sie sahen sich auch mich und meine Mutter an. Nachdem die Familie abgereist war, rief uns der Bauer zu sich und teilte uns mit, dass er es mit der Familie schon abgesprochen hatte und das er in der Woche nötige Formalitäten erledigen würde, um uns dahin zu versetzen. Er sagte, der Bauer dort wäre krank, ich würde mit den Pferden gut zurecht kommen und meine Mutter würde den Haushalt führen. Und tatsächlich wurden wir am nächsten Sonntag nach Elguth versetzt, ein Dorf 2 km von Namysłów entfernt.  [...]

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Bericht von Leszek Kazanowski

[...]  Wir gelangten dort vielleicht nach 3 Tagen, obwohl es waren nur ca. 40 km. Aber wie wir fuhren: 10 Kilometer - bis zum nächsten Dorf nahm uns jemand mit dem Pferdewagen mit, und so weiter. Und auf diese Weise kamen wir in Mszczonów an. Aus Grodzisk nach Mszczonów.  [...]

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Bericht von Elżbieta Dankowska-Walas

[...]  Wir gelangten nach Rozprza, irgendwohin ins Dorf, und dort wurden wir zu irgendwelchen Bauern zugeteilt. Diese Bauern gaben uns solche Suppe - Milch, und in der Milch waren Kartoffeln, sie war widerlich. Meine Mutter, um etwas Besseres für uns zu bekommen, gab diesem Bauernmädchen ein kleines Medaillon. Mein Medaillon behielt sie, aber sie gab die Kette ab. So wurden wir dort also ausgenutzt.  [...]

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Bericht von Wiesław Kępiński

[...]  Nach einer Zeitlang drehten sie sich um - es dauerte ungefähr eine Minute - und gingen weg. Und dann stand ich auf. Es war am Tage. Ich war dort gut zu sehen. Ich ging aus diesem Feld in die Redutowa Straße und klingelte oder klopfte an das Gartentor. Das war ein Haus mit einem Garten, die Menschen wohnten dort normal, ein Hund bellte, nichts Schlimmes geschah, es gab keine Deutschen.  [...]

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Bericht von Jerzy Ekner

[...]  Ein mit mehreren Pferden vorgespannter Wagen fuhr vor - mit Holzrädern und Speichen, mit schmiedeeisernen Bereifungen - und wir setzten uns auf dieses Stroh, ich bekam einen Platz neben dem Fuhrmann, er war ein Pole, in einer runden Mütze mit Schild und mit einem Schnurrbart. Er schnalzte auf die Pferde - und wir fuhren los. Vor uns fuhren Pferdegespanne und Fuhrwerke und hinter uns auch - und diese Schlange fuhr auf einen mondbeglänzten Weg zwischen den Wäldern. Sie fuhr irgendwo nach vorne, aber man sah Licht - wir fuhren nicht ins Unbekannte, sonder irgendwo in Helligkeit. Plötzlich bremsten sie, hielten an und dann fuhren wir langsam los - auf dem Rand des Weges standen je drei Männer. Man sah, sie hatten automatische Pistolen. Deutsche. Einer blinkte mit einer Taschenlampe, wir fuhren weiter. Der Fuhrmann sagte: "Wisst ihr, wer das war?" Weil solche Stille auf einmal war. "Deutsche..." - so unsicher. "Neeeein. Die Waldleute!" "Aa! Die Waldleute! Das heißt die Unserigen!" Das hieß, wir waren auf dem Gebiet, wo Polen war - Die polnischen Soldaten.  [...]

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Bericht von Andrzej Janowski

[...]  Wohnten in der Gegend Ihre Verwandte oder Bekannte? Nein, dort nicht. Allerdings, woran ich mich nicht erinnern kann, aber vor kurzem fragte ich meine Cousine danach - dieselbe, mit der wir damals gefahren waren (sie wohnt jetzt hier in der Nähe) - wie es passierte, dass wir aus Jędrzejów nach Lanckorona gelangten. Und eben sie sagte mir, dass unsere Väter anrufen gegangen sind - sie hatten einen Cousin, der die Ferien in der Gegend verbrachte. Und irgendwie konnten sie ihn doch anrufen; denn in damaliger Zeit waren die Telefone nicht so verbreitet, aber irgendwie nahmen sie Kontakt zu ihm auf und er sagte: "Kommt zu uns." Und wir gelangten dorthin auf eigene Faust...  [...]

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Bericht von Grażyna Dorota Duchniak

[...]  Der dritte Abschnitt - das war die Befreiung von den Alliierten, Gründung des Polnischen Komitees, Organisierung der Schule - ich absolvierte dort schnell zwei Klassen...  [...]

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Bericht von Halina Wiśniewska

[...]  Jedenfalls kamen wir in Radom an, es war fast Nacht, aber in der Nähe des Bahnhofes war wieder ein Gebäude von RGO und da gingen wir hin, um zu übernachten. Ich wandte mich an die Frauen, die dort arbeiteten, ich flehte sie um etwas Milch für das Kind. "Nicht doch, Milch können Sie hier gleich vergessen." Da standen solche mehrstöckigen Pritschen, ich hatte Angst, mich darauf zu setzen, wegen Läusen, aber irgendwie konnten wir dort bis zum nächsten Morgen hocken.  [...]

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Bericht von Elżbieta Massalska

[...]  Wir stiegen in ein Viehwagen ein, von den Schreien der Deutschen begleitet. Wir wurden dort so gedrängt, dass wir dachten, wir würden nur stehen können. Die eiserne Tür wurde zugemacht, und der Zug startete - wir wussten nicht wohin. Am wievielten war das? Vielleicht am 4. oder 5. September. Mit der Zeit fanden wir ein wenig Platz für uns auf dem Bode, um uns hinzusetzen. Es gab gerade so viel Platz, dass man ganz zusammen.. - zusammengekrämpft sitzen konnte, es gab natürlich keine Möglichkeit, sich hinzulegen.  [...]

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Bericht von Anna Teofilak-Maliszewska

[...]  Ich muss jetzt beschreiben, wie ich angezogen war - ich bin doch im August vom Zuhause in einem Sommerkleid und Sandalen rausgegangen. Für den Winter eben nähte mir meine Mutter einen Mantel aus einem braunen Bademantel einer Cousine. Der Mantel war mit Stückchen Kaninchenpelz gefüttert, die wir von einer Bekannten geschenkt bekommen hatten. Meine Schuhe bestanden aus Holzstückchen, an die meine Mutter diese Pelzstückchen annagelte; sie polsterte sie mit diesem Pelz. Sie waren sehr warm.  [...]

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Bericht von Ewa Kirszenstein-Skrzypczak

[...]  Und in einem Moment - das war gleich neben Końskie, gleich vor Końskie eigentlich - öffneten die Deutschen die Wagen und sagten "Raus." Dann stiegen wir aus. Und dort hatten die wunderbaren Menschen aus Końskie auf einer kleinen Mauer bei einem Park oder Grünanlage Teller mit Tomatensuppe stehen. Stellen Sie sich vor: nach all den Erlebnissen - Teller mit warmer Tomatensuppe. Das war das beste Essen in meinem Leben. Ich habe es bis jetzt in Erinnerung. In Końskie verbrachten wir einige Tage; eine Familie gab uns höflich ein Zimmer ab; aber meine Mutter hatte eine Idee, nach Łowicz zu fahren.  [...]

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Bericht von Jerzy Uldanowicz

[...]  Kurz nach Beginn der sowjetischen Offensive, d.h. gegen 20. Januar 1945, hörten wir, wie die Front immer näher rückte und beobachteten das gleichermaßen wachsende Chaos und Anzeichen der Panik unter den Deutschen, begleitet durch einen plötzlichen Wandel der Einstellung der Deutschen uns gegenüber - auf einmal sind sie höflich geworden, häufig sogar untertänig, viele von ihnen haben sich "erinnert", dass sie Polnisch verstehen, was sie vorher nicht zugeben wollten usw.  [...]

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Bericht von Danuta Nizińska-Grzegrzółka

Dann brachten sie uns alle in die Viehwaggons ohne Fenster, sie pferchten uns zusammen bis zum Gehtnichtmehr, schlossen die Türen ab und ab ins Unbekannte. So fuhren wir die ganze Nacht ohne Trinken und Essen. Auf diese Weise kamen wir in Starachowice an und dort wurden wir freigelassen. Irgendwelche Priester sollen für unseren Transport ein gutes Wort gesprochen haben. Und so blieben wir drei, quasi [...]

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Bericht von Jerzy Kasprzak

[...]  Ich realisierte, wo ich war, wie weit es nach Warschau war und plante mir die Route nach Grójec. In der Nähe von Grójec fand ich meine Nachbarn, von denen ich erfuhr, dass mein Vater und mein Bruder in ein Lager gebracht wurden und die Mutter mit dem Kleinen in die Pfarrei Milejów bei Piotrków gebracht wurde. Die Nachbarin sagte „wenn du dich beim Pfarrer in Milejów meldest, dann wirst du alles über deine Mutti erfahren".  [...]

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Bericht von Wiktoria Dewitz

Mitte August bekamen wir also von der Ortskommandantur aus Piaseczno eine Genehmigung, die leerstehende Schulsiedlung eines der Warschauer Gymnasien in direkter Nachbarschaft des BGK-Geländes zu beziehen. Nach erneutem Umzug war „Anusia" wieder zu Hause, was die Wiederaufnahme der normalen Erziehungsarbeit ermöglichte. Es war nicht einfach, da wir tagsüber Bombenexplosionen über Warschau [...]

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Bericht von Dariusz karolak

Der Zug: Güterwaggons ohne Dächer, sollte uns irgendwohin in die Richtung Süden transportieren. Während der Fahrt nutzten wir das, was uns geworfen wurde (am häufigsten waren es Zwiebeln). Die Menschen stiegen unterwegs aus, wir fuhren bis Skarżysko-Kamienna. Dort wussten wir aber nicht, wohin wir weiter gehen sollten. Im Endeffekt zeigten uns zwei Männer einen Unterschlupf  bei den Besitzern [...]

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Bericht von Barbara Rybeczko-Tarnowiecka

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Bericht von Izabella Wciślińska

[...]  Nach einigen Tagen begab ich mich zu meiner Tante Weronika, d.h. der Schwester meines Vaters, die mit ihrer Familie in Pruszków wohnte. Sie gab mir auch Unterkunft und Verpflegung. Von der Tante Weronika fuhr ich zu meiner Schwester Zdzisława Świetlik, die mit ihrer Familie in Grodzisk Mazowiecki wohnte. Da erfuhr ich, mein Mann suche nach mir und er habe geschrieben, er würde bei jeder Ankunft des Zuges von Grodzisk nach Częstochowa nach mir Ausschau halten.  [...]

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Bericht von Wanda Jarczyk

Nach der Niederlage des Warschauer Aufstandes hielt ich mich in Grodzisk Mazowiecki bei den Bekannten meiner Eltern auf; ich fing an, dort nach Arbeit und nach den Freundinnen zu suchen, mit denen ich im Juni 1944 in Warschau Abitur machte. Die Schwester Ursulinen gaben mir die Adresse von Teresa Tłomacka. Ich schrieb einen Brief an sie und erhielt sofort eine Antwort, dass sie in einem Heim von RGO [...]

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Bericht von Witold Jerzy Niewiadomski

[...]  Am Ende des dritten Tages bemerktem wir, dass die Mitglieder des Volksturms, die über uns Wache hielten, weg geflohen waren. Wir hatten eine kleine Tüte enthülster Erbsen mit. Wir fragten einen Landwirt in der Vorstadt von Essen, ob er für uns diese Erbsen kochen konnte. Der Landwirt, ein anständiger Mann schüttete die Erbsen den Hühnern aus und stellte vor uns eine Schüssel voll Essen hin. Wir aßen, was uns gegeben wurde. Ein Dienstmädchen fragte, ob wir noch mehr Essen wollten. Klar, wollten wir! Sie musste uns noch dreimal das Essen holen; ab nächsten Tag an brachte sie für uns vier das Essen sofort in einer Waschschüssel. Wir blieben bei diesem Deutschen. Nach dem halbjährigen Aufenthalt in Deutschland lebten wir erst dann auf. Endlich konnten wir uns waschen, oder eher den Schmutz von uns wegkratzen; ich hatte doch meine Schuhe einen Monat lang nicht ausgezogen. Selbst als die Amerikaner das Ruhrgebiet einnahmen, wollten wir ihn nicht so gerne verlassen. Das erste Treffen mit der amerikanischen Armee gelang auch nicht so gut. Ein Freund, der einen Gürtel mit einer Pfadfinderrautenlilie hatte, versuchte es ihnen zu erklären, dass wir polnische Pfadfinder waren, die zur Zwangsarbeit nach Deutschland transportiert worden waren, aber sie wollten uns nicht zuhören.  [...]

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Bericht von Stanisław Milewski

[...]  Drei Mal war ich kurz dabei reinzufallen; aber dann nach drei Tagen gelangte ich endlich nach Krakau. Am Ende des Bahnsteigs standen Gendarmen herum. Aus der Falle half mir ein älterer Herr - Eisenbahnmitarbeiter.  [...]

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Bericht von Bogdan Lewandowski

[...]  Die Freundin meiner Mutter war wohlhabend und barmherzig. Ihre große Wohnung, die sich über einem Laden in einer Hauptstraße befand, war voll von Flüchtlingen aus Warschau. Die herzlichen Wohnungsinhaber gaben allen das Essen. An einem großen Tisch saßen am Essen über zehn Personen. Mit dem Sohn der Wohnungsbesitzer, der in meinem Alter war, liefen wir einige Herbsttage sorglos in der Vorstadt von Piotrków herum, und suchten in den Gärten nach Obst, die es dort noch gab.  [...]

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Bericht von Tadeusz Klemiński

[...]  Ihr Vater wurde ins Reich zu Zwangsarbeiten verschleppt? Ja, Vater wurde gleich am nächsten Tag, nachdem wir in Grochów angekommen waren, verschleppt. Wir halfen der Frau meines Patenonkels Zigaretten zu machen. Wir stopften Tabak in solche Hülsen und sie verkaufte sie in ihrem Geschäft. Dieses Geschäft war schon eher selten offen, aber einige, die Zigaretten kauften, kamen und sie verkaufte sie ihnen. Das Geschäft war geschlossen, aber man konnte von hinten aus verkaufen, so zu sagen. Vier Personen kamen, also musste man etwas zu Essen beschaffen. Vorher hatten wir einen kleinen Garten, dort hatten wir Kartoffeln und Tomaten.  [...]

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Bericht von Krzysztof Radlicz

[...]  Waren Sie sich schon damals dessen bewusst, dass der Krieg zu Ende ging? Gelangten in das Lager Informationen aus der Frontlinie, dass sich von einer Seite Russen, und von der anderen Amerikaner näherten? Die Deutschen waren so überheblich wegen ihres Sieges, dass an uns keine Informationen ankamen. Das war eine ganz andere Situation. Als wir aus dem Lager herausgingen, hatten wir Hunger; wir hatten nur ein Wenig Bohnen aus dem zerstörten Lager mit, sonst nichts. Wir hatten auch nur einige persönliche Sachen mit. Alle, die auf dem Weg von Entkräftung umfielen, wurden getötet. Das war der so genannte Todesmarsch. Am ersten Tag gingen wir an einem Lager mit englischen Kriegsgefangenen vorbei. Diese zwölf Engländer, die mit uns gingen, blieben dort. Wir wurden getrieben, damit wir so schnell wie möglich den "amerikanischen Kessel" verließen.  [...]

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Bericht von Halina Rozwadowska

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Bericht von Leokadia Ciekanowska

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Bericht von Wanda Kamieniecka-Grycko

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Bericht von Henryk Piotrowski

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Bericht von Aniela Libionka

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Bericht von Leszek Mieczysław Muszel

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Bericht von Mirosława Grabowska (Gelber-Olszowa)

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Berichtevon Zbigniew Badowski

Endlich, nachdem wir an Erdgeschoßhäusern aus Holz vorbeifuhren, kamen wir an dem Markt in Niedźwiedź an. Dort stand schon eine Gruppe von Menschen, die sich rund um unseren Wagen stellten und uns zu sich einluden. Zu mir kam eine schlanke, energische Frau mit dunklen Haaren und sagte, dass sie eine Tochter in meinem Alter hatte, und dass ich auch bei ihr wohnen könnte. Nach dem Essen im Bahnhof [...]

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Bericht von Bogdan Kapica

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Bericht von Angelika Józefowicz

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Bericht von Stefan Wojciech Niesłuchowski

[...]  Meine Mutter fuhr nach Krakau, um nach Spuren von Vorfahren oder Kontakten zu suchen. Nach einiger Zeit kehrte sie zurück. Wir lösten unsere Wohnung in Starachowice auf und fuhren nach Krakau. Dort zogen wir auch in eine verlassene, aber diesmal gut erhaltene Wohnung. Dort erlebte ich zum ersten Mal die Elektrizität. Ich konnte die Schalter nicht verbinden, und verursachte einen Kurzschluss. Bis jetzt weiß ich noch, dass ich erst dann darauf gekommen bin, wie so ein Schalter funktionierte, ich versuchte noch einmal und es funktionierte. Das war nicht weit weg von einem Tabakmonopol. Die deutsch - russische Front war in der Nähe. Meine Mutter war der Meinung, dass Krakau eine gefährliche Stadt war und es wäre besser, aufs Land in einen Bauernhof zu fahren. Ich weiß nicht, ob sie sich vorher erkundigt hatte, oder ob wir auf gut Glück dahin fuhren. Dort warteten wir bis die Front vorbei ging. Die Deutschen ergriffen die Flucht und erste russische Vorposten kamen.  [...]

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Bericht von Andrzej Korgol

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Bericht of Halina Olk-Wieczorek

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Bericht von Ewa Osiecka

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Bericht von Alicja Rzaczykiewicz

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Bericht von Bohdan Lewartowski

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Bericht von Danuta Wierzbowska-Pawlik

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Bericht von Jadwiga Szczęścik-Perucka

Diese Bauer kamen mit Pferdewagen und brachten uns in ihre Häuser. Ich war mit meiner Mutter zusammen, meine Schwester war bei einem anderen Bauer. Wir blieben dort bis zum Ende [der Besatzung]. Das heißt, dass Sie mit ihrer Mutter von den Bauern aufgenommen wurden?Von sehr guten Menschen, zu denen wir noch nach dem Aufstand Kontakt hatten. Meine Mutter besuchte sie auch danach.Kennen Sie noch den [...]

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Bericht von Władysław Sala

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Bericht von Krystyna Krasuska (Górecka)

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Bericht von Marta Gadomska-Juskowiak

[...]  Danach setzte sich die Familie aus Schlesien dafür ein, dass meine Mutter das Lager verlassen sollte. Irgendwie konnte eine Tante meines Vaters erreichen, dass ein Mann aus Sosnowiec - ich kann mich an seinen Namen nicht mehr erinnern - sie als eine qualifizierte Weberin anstellte. Ich kann mich daran nicht erinnern, aber sicherlich steht es noch in den Papieren. Ich weiß noch, dass er uns am 11. Dezember abholte. Er erledigte alle Formalitäten im Lager und setzte uns in einen Zug. Er sagte, dass es mit uns mitfahren würde, aber wir sollten so tun als ob wir uns nicht kennen würden. Wir sollten also miteinander nicht sprechen. Aus Hannover nach Sosnowiec fuhren wir zwei Tage lang. Das war schon ein normaler Personenzug. Wir fahren durch völlig zerstörtes und in Trümmern liegendes Breslau. Ich weiß nicht, was wir dort aßen, wahrscheinlich Zwieback.  [...]

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Bericht von Blandyna Surmiak (Lewińska)

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Bericht von Wiesław Zorgier

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Bericht von Danuta Kusińska (Śpiewak)

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Bericht von Wojciech Prośniewski

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Bericht von Julia Tazbir-Ehrenfeucht

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Copyright © Muzeum Warszawy :: 2007

   
  Das Projekt ist vom Museum der Stadt Warschau in der Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv der Stadt Warschau und der deutschen Stiftung niederschsischen Gedenkstätten realiziert