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Kinder des Krieges - Fortsetzung der Schicksale


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Bericht von Jerzy Pawlak

[...]  Im April 1947 trat ich der Freiwilligen Brigade für den Wiederaufbau Warschaus bei, die ihren Sitz im Traugutt-Park, in der unmittelbaren Nähe der Zitadelle hatte. Der Kommandant war General Marian Spychalski. Der Turnus dauerte drei Monate lang. Wir trugen Soldatenuniformen, Exerzierübungen waren obligatorisch. Wir enttrümmerten das ehemalige Getto-Gebiet vom Danziger Bahnhof, wo später die Nowotkistra?e entstand, bis zum Bankplatz. Wir standen mit internationalen Jugendbrigaden aus Ungarn, der Tschechoslovakei, Frankreich, Jugoslavien, Bulgarien im Wettkampf. Unsere Werkzeuge waren Keile, Hacken, Spaten, Karren. Wir verlegten Gleise und zogen Wagen mit Schutt an die Weichsel. Für unsere Arbeit bekamen wir keine Belohnung. Als der Turnus zu Ende ging, fand auf dem Gebiet unseres Lagers eine Parade statt, während deren wir mit unseren Karren, Hacken, Keilen, Spaten marschierten. Uns wurden Diplome und Einweisungsscheine in Berufsschulen unserer Wahl überreicht. Ich wollte auf eine Schule für bildende Künste, mir wurde aber gesagt, dass es solche Schulen noch nicht gab. Ich kam also auf eine elektrotechnische Schule in Bendzin. Die anderen Freiwilligen fuhren in alle möglichen Richtungen: nach Lodsch, Kielce, Stettin, Posen, Breslau, Sagan, Bielitz u.s.w.  [...]

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Bericht von Wiktoria Adamus

[...]  1950 erfuhren wir, dass unser Haus abgerissen werden sollte. Wir erhielten dafür eine Wohnung in Swider (Ortschaft bei Warschau). Unser Vater war damit einverstanden. Ich konnte mich aber nicht damit abfinden. In Warschau hatte ich so viel erlebt und ganz unerwartet musste ich diese Stadt verlassen.  [...]

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Bericht von Jan Ryszard Mleczek

[...]  Da es mir bei jedem Verhör wiederholt wurde, dass ich keine Chance hätte, zum Studium aufgenommen zu werden, meldete ich mich 1949 zu einem Instruktorenkurs "Dienst für Polen" in Lubliniec. Dank dessen und des Wohlwollens meines Vorgesetzten, eines Frontoffiziers der Polnischen Volksarmee (Dank der Gnade des Volksstaates, wie es mir gesagt wurde), wurde ich, nachdem ich eine Aufnahmeprüfung bestanden hatte, auf die Universität Warschau aufgenommen, wo ich Jura studierte. Ich habe mein Studium nicht abgeschlossen. Als ich in Piotrków lebte und lernte, musste ich (wegen schlechten finanziellen Konditionen) jeden Morgen zwischen 6.00 Uhr und 7.30 Uhr Kekse aus der Konditorei in die Geschäfte austragen. Ich trug sie auf einem großen Tablett auf dem Kopf, und wurde aus diesem Grund von meinen Mitschülern verspottet.  [...]

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Bericht von Halina Paszkowska

[...]  Im Jahr 1950 habe ich geheiratet, ich habe 2 erwachsene Kinder. Viele Jahre lang war ich unter psychiatrische und psychologische Behandlung. Ich arbeite nicht, mein Mann bezahlt mein Unterhalt.  [...]

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Bericht von Jacek Fedorowicz

[...]  Die weiteren Vertreibungen: im Telegrammstil. Wobei die, die uns dann vertrieben haben waren nicht mehr die Deutschen sondern ihre Nachfolger: die Kommunisten. Das Kriegsende erlebten wir in Kielce.  [...]

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Bericht von Maria Tryczyńska

[...]  Dort setzte ich meine Ausbildung in dem Żmichowska Lyzeum fort, von wo ich aber im Dezember 1948 disziplinarisch verwiesen wurde - aufgrund der damaligen politischen Kämpfen. Weder mir noch meinem Vater wurden zahlreichen Verhöre und Repressalien seitens des Sicherheitsamtes (Urząd Bezpieczeństwa) erspart. Mein Abitur habe ich in dem Hoffmanowa Lyzeum gemacht. Trotz allem gelang es mir, in die Medizinakademie in Warschau aufgenommen zu werden. Die Bildung dort habe ich, trotz allen Problemen politischer Natur, am 13. Oktober 1954 abgeschlossen.  [...]

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Bericht von Aleksandra Wróblewska

[...]  Im Jahre 1946 holte mein Bruder die Kinder in die Schweiz herbei. Hania schloss dort eine dreijährige Krankenschwesterschule ab und Bohdan widmete sich der Architektur. 1955 starb mein Bruder im Alter von 53 Jahren an Lungenkrebs. Er wurde in Baden begraben. Mein Neffe starb plötzlich 1964 in Stockholm, zwei Wochen vor seiner Trauung. Er war 28 Jahre alt.  [...]

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Bericht von Idalia Olszewska-Klemińska

[...]  Als es etwas ruhiger wurde, als die Russen schon auf dem rechten Ufer in Warschau waren, fingen die Schwestern wieder mit dem Unterricht an. Dorthin gingen hauptsächlich Kinder, die in der Nähe des Klosters wohnten, aber ich hatte es leider ziemlich weit. Mutter konnte mich nicht immer zur Schule bringen, sie musste doch Geld verdienen, also ging ich alleine; das waren etwa anderthalb Kilometer. Aber das waren keine sicheren Zeiten, die Deutschen schossen doch noch vom anderen Weichselufer her. Und manchmal kam es so, dass mich eine Schlacht oder Schießerei überraschte. Ich ging über die Felder, damals war es noch nicht überall bebaut. Mutter machte sich dann große Sorgen. Die Schwestern ließen mich manchmal nicht nach Hause, wenn irgendwo eine Schießerei anfing...  [...]

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Bericht von Ludmiła Niedbalska

[...]  So fing die erste Etappe der Normalisierung unseres Lebens nach dem Krieg an. Es war schwierig, aber es war gut. Ich bin dem Pfadfinderbund beigetreten, worauf ich sehr stolz war und wonach ich seit meiner Rückkehr nach Warschau strebte. Ich war in der Achten Frauenabteilung der Pfadfinder, ich hatte eine Uniform - selbstverständlich: grau, ein selbstgemachtes braunes Tuch mit einem gelben Bändchen rundherum, das Schiffchen mit Pfadfinder-Rautenlilien, das ich mit großen Komplikationen und Wegverlieren aus Śródmieście brachte. Ich ging zu Versammlungen, Kamintreffen, Feuerlagertreffen, lernte Selbständigkeit, Tüchtigkeit und die Kunst, mit Menschen zusammenzuleben. Im Dezember lag ich den Eid ab und ich bin ihm bis heute treu. So ein Eid legt man nur einmal im Leben ab.  [...]

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Bericht von Elżbieta Żakowicz-Prejzner

[...]  Um so mehr, dass unser Onkel, der Bruder von meinem Vater, ging nach Bystrzyca, um dort als Beamter in dem Landratsamt zu arbeiten und schickte einen Brief an die Mama, in dem er schrieb, dass er für uns alles erledigen würde. Bloß wir kamen und er tat nichts. Er hat das Schlimmste für uns ausgesucht: irgendwelchen Laden ohne Lagerraum (dieser Raum wurde bis heute als Geschäft nicht verwendet. Das ist der beste Beweis dafür, dass er allgemein uninteressant war - nicht nur für Geschäftszwecke) und ein Zimmer, das den Deutschen als Lagerraum gedient hatte - wir sollten dort schlafen. Dort wohnte die Besitzerin dieses Geschäfts Anna Brauner mit ihrer Familie. Sie sind aus Wrocław vor dem Krieg geflohen. Es gab sehr viele Deutsche dort: auch nur Frauen und Kinder, auf einer kleinen Wohnfläche. Es gab keine Einrichtung dort - eine Toilette auf dem Hof, ein Waschbecken auf dem Flur - aber es war sehr sauber dort, sie kümmerten sich sehr um die Ästhetik - so, dass ich, als ich - nach all diesen Trümmern - dieses saubere malerische Städtchen und die Blumen sah, da war diese Wohnung für mich märchenhaft. Es war unausgesprochen schön.  [...]

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Bericht von Eugeniusz Spiechowicz

[...]  Im Februar 1945 wurde ich Arbeiter in dem Öffentlichen Bauunternehmen in Żoliborz - ich sagte wieder, dass ich älter war. Ich arbeitete dort bis Dezember 1945. Im September 1945 fing ich an, in das Dritte Stadtgymnasium und die Allgemeinbildende Oberschule für Erwachsene zu gehen, die ihren Sitz in Warschau in Żoliborz hatten. Ich war der einzige - und als ich meine Ausbildung angefangen hatte, waren 40 Schüler in meiner Klasse gewesen - der im Jahre 1948 die Schule mit Abitur abgeschlossen hat. Die weiteren Jahre verliefen gewöhnlich.  [...]

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Bericht von Włodzimierz Szurmak

[...]  Solche mehr oder weniger stabile Situation dauerte bis zur Hälfte 1948. Inzwischen habe ich schon die Grundschule abgeschlossen, bestand die Aufnahmeprüfung und fing an, in der Konarski Berufsschule zu lernen, die sich in Mokotów in der Rej Straße befand. Anfang 1948 erkrankte meine Mutter sehr schwer und es stellte sich heraus, dass sie Lungentuberkulose hatte. In dieser Zeit holten wir auch meinen Bruden nach Hause zurück.  [...]

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Bericht von Leszek Kazanowski

[...]  Weiter war es schon normal. Ende Mai wurde gesagt, dass man in die Schule gehen musste. Da gingen wir zur Schule. Die Klassen waren wirklich unterschiedlich - sie teilten in die Klassen ein, ich wurde entweder in die zweite oder dritte Klasse qualifiziert, ich weiß es nicht mehr genau - aber dort waren auch Jugendliche im 15 oder 16 Jahre, die in die zweite Klasse gingen und weder schreiben noch lesen konnten.  [...]

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Bericht von Elżbieta Dankowska-Walas

[...]  Die ersten Nachkriegsjahre verbrachte ich in Żerań. Und dort ging ich in die Schule und mein Bruder in den Kindergarten... Denn dort, in dieser Pelcowizna, wurde mein Bruder geboren. Er wurde geboren und hatte Pustel auf dem ganzen Körper, solche große Eitergeschwüre. Denn, wie ich hörte, war er schon in dem Leib von meiner Mutter erkältet. Er war fast am Sterben und mehrmals wurden schon über ihn Kerzen angezündet.  [...]

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Bericht von Wiesław Kępiński

[...]  Wir waren in Wola, es war das Jahr 1945. Im Sommer fuhr ich zu dem Onkel Tarnowski in die Nähe von Połczyn Zdrój, wo er einen Gutshof bewohnte, in dem früher die Deutschen gewohnt hatten. Der Bauernhof war wirklich sehr prächtig, mit einem Haus für gnädige Herrschaften, mit einem Haus für die Arbeiter; es gab doch ganze Viehställe, Scheunen, Pferdeställe... Und er nahm das alles mit dem ganzen Inventar: mit Kühen, Pferden und Hühnern. Und diese Landwirte - so ein altes Ehepaar, saßen noch dort, solange sie konnten...  [...]

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Bericht von Elżbieta Massalska

[...]  Das erste Jahr verbrachten wir in Praga in Warschau - wir behandelten unsere Krankheiten und wurden langsam wieder gesund. Meine Mutter konnte nicht arbeiten; ich lernte heftig - ich lernte das Programm von zwei Schuljahren innerhalb von einem Jahr. Meine Schwester kam ein Jahr später zurück. Da wir keine berechtigte Mieter waren, und die Mieterind der Wohnung - meine Tante - in die Westlichen Gebiete umgezogen war, sollte mit und in dieser Zweizimmerwohnung noch eine fünfköpfige Familie einquartiert werden.  [...]

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Bericht von Jerzy Uldanowicz

[...]  Sie hat unheimlich hart gearbeitet, um vor allem finanzielle Mittel für meine Behandlung zu bekommen, weil es sich herausgestellt hat, dass ich wegen der Vertreibung und Zwangsarbeit Tuberkulose und eine Herzkrankheit hatte, obwohl ich mich vorher guter Gesundheit erfreute und mich durch außerordentliche körperliche Belastbarkeit und Ausdauer auszeichnete.  [...]

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Bericht von Danuta Nizińska-Grzegrzółka

Das Leben normalisierte sich langsam. Die Menschen fingen an, aus Warschau die Trümmer wegzuräumen. Mein Papa arbeitete auf der Post und meine Mama in einer Apotheke. Ich ging zu einem Schreibmaschinenkurs und fing an bei dem Militär als Maschinenschreiberin eingestellt.
Ich habe noch das Wichtigste vergessen. Gleich unserer Rückkehr wurde die Exhumierung der Leiche von Janek verordnet. Er [...]

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Bericht von Jerzy Kasprzak

[...]  Ich und mein Bruder - zwei Jahre älter als ich - arbeiteten, mein Vater war krank und meine Mutter zog den Kleinen auf. Im Jahre 1947 starb mein Vater; meine Mutter starb 1949. [...] Wir fuhren dann nach Warschau und wohnten in Sadyba. Nach dem 20. September lies ich in einer Zeitung, dass Oberst „Radosław" zum Oberhaupt des Liquidierungskomitees der Polnischen Heimatarmee [Armia Krajowa - Polnische Untergrundarmee während der Besatzung - Anmerk. d. Übers.] wurde, dass er seinen Sitz in dem Gebäude von BGK an der Ecke von Aleje Jerozolimskie und Nowy Świat hatte, und dass er alle Soldaten der Heimatarmee aufrief, sich bei dem Komitee zu melden und sich zu stellen. Ich ging dahin, meldete mich und wurde registriert. Hier habe ich eine Bescheinigung mit dem Datum und meiner Nummer: „Der Bürger Jerzy Kasprzak, Mitglied der ehemaligen Heimatarmee, am 28. September bei dem Liquidierungskomitee des Zentralgebiets registriert, erfüllte seine Pflicht, sich zu stellen." Die Unterschriften von „Radosław" und irgendwelchem UB-Mitglied.  [...]

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Bericht von Izabella Wciślińska

[...]  Fast in einer jeden deutschen Stadt gab es Altenheime, wo sie Essen, Unterkunft und Betreuung fanden. In Wrocław, in der Nähe von unserem Wohnort gab es auch ein solches Altenheim, wo nach dem Kriege die Verpflegung sehr schlecht geworden war, übrigens nicht nur da. Eine der Nachbarinnen, eine Deutsche, fragte an, ob eine dieser deutschen Frauen bei mir als Kinderbetreuerin für etwas Essen arbeiten kann.  [...]

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Bericht von Marian Grzegorz Bergander

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Bericht von Tadeusz Klemiński

[...]  Wann ging Ihr Vater wieder zur Schule? Dann als dieses Gebäude in eine Schule umgewandelt wurde. Die Schule nahm das gesamt Erdgeschoss ein. Ich ging in diese Schule, aber ich kann es jetzt schwer zeitlich lokalisieren. Gleich als die Schule begann, fing ich an, sie zu besuchen. Eine Hochgleisbrücke wurde im Wald gebaut, dort wo jetzt das Reservat ist. Es gab dort viele Stöcke, wir fuhren dort mit einem Schlitten, meine Schwester und ich, luden das Hold auf den Schlitten und brachten es nach Hause, als Brennholz. Einmal, als wir diese Stöcke auf den Schlitten luden, sahen uns ein paar Männer und sagten, es lohnt sich nicht, solche grünen und nassen Stöcke zu nehmen.  [...]

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Bericht von Danuta Napiórkowska-Jarzębowska

[...]  Ich hatte hingegen, bereits nach einigen Monaten, Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre. Ich war fast 26 Jahre lang sehr stark krank. Bis heute ist meine Kost sehr eingeschränkt, einige Nahrungsmittel sind mir nach wie vor stark unbekömmlich, die Magenschleimhaut konnte nicht genesen, den Zwölffingerdarm habe ich praktisch nicht mehr, da ist ein künstlicher Übergang, der aber nicht durch eine OP, sondern von alleine, wegen Verengung von allen Durchgängen entstanden ist. Dies war gefährlich, denn jede weitere Verengung konnte zu einem sofortigen Bruch und folglich zum Tode führen.  [...]

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Bericht von Eulalia Matusiak-Rudak

[...]  Nachdem einige Zeit vergangen war, erhielten wir eine Wohnung zugeteilt. Bisher wohnten wir dort in diesem kleinem Raum, zu elf Personen, die ganze Familie meiner Schwägerin, meine Tante mit ihrem Sohn und wir. Wo bekam die Familie eine Wohnung? Eine Wohnung bekamen nur wir, die anderen blieben dort an dem alten Ort. Die Wohnung bekam mein Vater und er nahm meine Tanten, d.h. seine Schwestern mit. Wir erhielten eine Wohnung in der Leszno-Straße 6. Das erste Hinterhaus war zerstört, wir bekamen eine Wohnung in dem zweiten Hinterhaus. Es war eine Sechszimmer-wohnung mit einem separaten Kücheneingang. Wir wunderten uns ein bisschen, weil es vor dem Krieg eine Luxuswohnung war. Sie hatte Stuck an der Decke, der Fußboden bestand aus mehrfarbigen Parkettbrettchen, es stand dort ein sehr schöner Kachelofen mit geschmiedeter Eisentür.  [...]

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Bericht von Aleksandra Diermajer-Sękowska

[...]  Kamen Sie dann nach Warschau? Ach nein, zu der Tante in Sopot. Hier (in Warschau) gab es keinen Anhaltspunkt für die Rückkehr. Heißt das, daß Sie zuerst in Sopot wohnten? Ja und nachher wohnten wir zu dritt mit meinem Stiefvater in Mikolowice bei Warschau. Mein Mann kam im Mai zurück. Er arbeitete schon als Busfahrer und begann zu studieren. Wir mußten unsere Abiturzeugnisse nostrifizieren. Im meinem Studienbuch war die Immatrikulation bedingt, denn ich mußte eine Lateinprüfung ablegen. Ich absolvierte eine mathematisch - naturwissenschaftliche Oberschule und wollte an einer Fakultät für Humanwissenschaften studieren. Ich mußte die Fächer Latein und Gegenwart Polens ergänzen und Prüfungen ablegen. Im Ministerium für Volksbildung wurden unsere Angelegenheiten freundlich behandelt. Mein Mann durfte ohne Aufnahmeprüfung studieren, ich legte diese Prüfungen ab.  [...]

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Bericht von Krzysztof Radlicz

[...]  Die Tante holte uns nach Krakau; wo ich mich gleich in ein Sobieski Gymnasium in der Batory Straße einschrieb. Ich wurde dort sehr nett und herzlich empfangen. Es gab dort einen Sozialbetreuer aus Warschau, Herr Felewski. Jedes Mal, als die Rationen aus UNRRA kamen, sagte er, das ich gekämpft hatte, man musste mir also helfen; er war freundlich mir gegenüber. Der Klassenbetreuer war Herr Kloske, ein hervorragender Biologe; wir hatten dort ausgezeichnete Lehrer aus den Vorkriegszeiten, sie waren sehr hilfsbereit, mit Herz. Dort konnte ich mich leider in die Pfadfindermannschaft nicht einschreiben, weil ich in Juni oder Juli nach Warschau umziehen sollte. Ich kam nach Warschau mit meinem Onkel, in die Wohnung in Żoliborz, wo seine Mutter und Schwester wohnten. Ich zog zu ihnen ein. Die Wohnung war ganz erhalten geblieben, weil ein Geschoß die Treppen im Treppenhaus traf; es gab keine Treppen, es gab keinen Eingang, daher konnte niemand die Wohnung betreten.  [...]

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Bericht von Wanda Kamieniecka-Grycka

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Bericht von Henryk Piotrowski

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Bericht von Jadwiga Kowejsza

[...]  Nach der Rückkehr nach Warschau fand meine Mutter Arbeit in der Küche einer Militäreinheit. Es war eine Schichtarbeit; mein Bruder und ich hingen wir in der Nähe unseres Hauses mit dem auf einem Bindfaden am Hals gehängtem Schlüssel herum, bis wir in die Schule gehen mussten. Das Gehalt meiner Mutter war gering und die Rente, die wir wegen meines Vaters bekamen, war auch sehr bescheiden. Meine Kindheit war also durch Armut und Hunger geprägt.  [...]

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Bericht von Bohdan Kapica

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Bericht of Cecylia Krajewska

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Bericht von Stefan Wojciech Niesłuchowski

[...]  Danach ging ich in die Michał Konarski Schule und zog in einen Internat in Warschau um, das von dem Orione-Orden geführt wurde. Nachdem ich diese Schule abgeschlossen hatte, war ich schon zu erwachsen für ein Internat. Herr Direktor Bischof Bronisław Dąbrowski organisierte für mich ein Zimmer in dem Pfarrhaus der Jakobskirche. Ich bekam ein Zimmer, in dem es zwar keine Möbel gab, aber dafür war es neu renoviert, sehr groß und sehr schön. Meine Pflicht war, die elektrische Installation in der Kirche zu pflegen. Dort versuchte ich auch, eine mobile Krippe wieder in Bewegung zu setzen. Immer wenn ich einen freien Moment hatte, besuchte ich meine Familie, die in Rembertów wohnte.  [...]

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Bericht von Andrzej Korgol

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bericht von Halina Olk-Wieczorek

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Bericht von Ewa Osiecka

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Bericht von Janusz Kosk

[...]  Die Schwestern meiner Mutter, die in Krasnystaw lebten, fanden heraus, dass wir nach Warschau zurückgekehrt waren. Die Jüngste von ihnen kam zu uns mit einem Vorschlag, wir sollten zu ihnen umziehen, denn dort bestand für mich eine Möglichkeit, ab sofort in einem Gymnasium zu lernen. In dieser Zeit gab es in Warschau die einzigen funktionierenden Schulen in dem Stadtteil Praga. Da es auch kein Stadtverkehr war, hätte ich große Schwierigkeiten gehabt, an dem Unterricht teilzunehmen. Wir fuhren nach Krasnystaw und dort habe ich die zweite Klasse Gymnasiums abgeschlossen. Im Jahre 1946 kamen wir wieder nach Warschau zurück, wo ich im Gymnasium und danach im Stanisław-Staszic-Lyzeum weiter lernte.  [...]

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Bericht von Jadwiga Szczęścik-Perucka

Nach dem Aufstand, als ich 6 - 7 Jahre alt war, war ich so ein Kind, dass mich meine Mutter nicht einmal für fünf Minuten alleine zu Hause lassen konnte, weil ich überall Leichen sah. Als ich in der Wohnung blieb, schien es mit, dass ich überall Leichen sah. Meine Mutter war mit mir mehrmals bei den Ärzten, weil sie fürchtete, dass ich ein Trauma bekommen hätte. Und ich hatte dieses Trauma sehr [...]

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Bericht von Władysław Sala

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Bericht von Bohdan Lewandowski

1949 fing ich an, in ein Gymnasium in Żyrardów zu gehen. Damals zeigte das von den Sowjets eingeführte System ihr wahres Gesicht. Schon in der ersten Klasse verschwand unser Erdkundelehrer ohne Spur, weil er ein paar Mal die im Osten Polens verlorenen Gebiete erwähnt hatte. Bald wussten schon alle Kinder, dass man Worte wie: Lwów (Lemberg), Wilno (Vilnius), Wołyń (Wolhynien), Piłsudski, Anders [...]

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Bericht von Zygmunt Walter

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Bericht von Jadwiga Szmidt

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Bericht von Paweł Ambrożewicz

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Bericht von Michalina Walter-Horst

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Bericht von Janina Loth-Borkowska

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Bericht von Wojciech Prośniewski

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Bericht von Julia Tazbir-Ehrenfeucht

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  Das Projekt ist vom Museum der Stadt Warschau in der Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv der Stadt Warschau und der deutschen Stiftung niederschsischen Gedenkstätten realiziert