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Bericht von Jerzy Kasprzak


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Im Februar gingen wir mit dem Kleinen aus Grójec nach Warschau zu Fuß; es war Winter; es war sehr frostig. Es hab kein Zuhause, es gab keine Familie; wir wohnten eine Weile in einer Bäckerei in der Hołówki und Podchorąży Straße, das war noch eine deutsche Bäckerei. Einige Tage danach gingen wir über die Weichsel, die zugefroren war, auf die andere Seite, zum Ostbahnhof. Wir fuhren aufs Land und ein halbes Jahr wohnten wir außerhalb Warschau, von unserer Familie unterstützt. Inzwischen kam mein Vater aus dem Lager zurück. Er war aber dermaßen krank, dass er keine Arbeit mehr ausüben konnte. Eigentlich wurde ich seit dem Aufstand erwachsen - nach dem ersten August lebte ich nicht mehr zu Hause, alleine - nicht mehr mit meiner Familie - niemand verwöhnte mich. Als wir auf dem Lande waren, arbeitete ich bei den Bauern ein wenig, um 25 kg Getreide zu bekommen, das wir zu Mehl mahlen konnten. Erst im September 1945, also man kann sagen: ein Jahr nach dem Aufstand, gelang es uns, eine Wohnung auf Altem Sadyba [ein Stadteil von Warschau] näher an dem kleinen See zu bekommen.
     Mein Vater kaufte eine Wohnung von einer Privatbesitzerin und ein neuer Lebensabschnitt fing an.

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  Das Projekt ist vom Museum der Stadt Warschau in der Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv der Stadt Warschau und der deutschen Stiftung niederschsischen Gedenkstätten realiziert