Info über das Projekt  |  Info über Projektteilnehmer  |  Aktuell  |  Sponsoren  |  Kontakt  | 
         

search Suche
 

September 1939


       Am 1. September 1939, früh am Morgen, führte das Dritte Reich ohne Kriegserklärung, den Nichtsangriffspakt verletzend, auf den Kanzler Adolf Hitler Befehl, den Angriff an der ganzen Lange seiner Grenze zur II. Republik Polen durch und  besetzte der Reihe nach das Gebiet Polens und begann dadurch das II. Weltkriege. Die ersten Bomben fielen auf Wielun und polnische Feldwache Westerplatte, die von dem Major Henryk Sucharski geführt wurde.
         Die Schlachten an der Grenze offenbaren die ganze Diskrepanz zwischen den Kräften von Hilter-Deutschland und Polen, zu gunsten den ersten. Wehrmacht eroberte blizschnell den westlichen Teil und steuerten der Stadt Warschau zu. Den Eintritt in den Krieg von den Verbundeten der II. Republik Polen - Gross Brittanien und Frankreich am 3.09.1939 erfüllte die Erwartungen von Polen, wegen fehlende millitär Aktivitaten, nicht. 
         Inzwischen wurden die deutschen Armeen durch die Offensive der verbundetetn Armeen: "Pozen" (Poznań) von General Tadeusz Kutrzeba und "Pommern" (Pomorze) von General Władysław Bortnowski in der Schlacht an dem Fluss Bzura in den Tagen 9-18.09.1939 aufgefalten, was den Kampf um über eine Woche verlangerte und grosse Verluste auf beiden Seiten verursachte.
         Seit Anfang des Krieges wurde Warschau aus der Luft angegriffen und am 8. September 1939 erlangte die deutsche Armee Vorfeld von Warschau.
         Die Kämpfe verursachten Zerstörung der Häuser (10% der Bebauung), historischen Objekte und Stadtinfrastruktur, Bibliotheken, Archiven, Kunstschätze wurden verwüstet.
        An der Stadtverteidigung nahmen am Anfang wenige Truppen der Polnischen Armee teil. Sie wurden ab dem 3. September 1939 vom General Walerian Czuma geführt. Stufenweise organisierte er, aus den zerschlagenen Truppen, die in Richtung Hauptstadt Polens zurückzogen, zahlreiche Kräfte.
          Am 8. September 1939 organisierte er auf diese Art und Weise, unter der Leitung vom General Juliusz Rómmel, die Armee "Warschau". 
          An dem Wiederstand nahm auch aktiv, neben den Soldaten, eine sehr große Zahl der zivilen Warschauer, die sich für Bau der Schützengraben, Barrikaden und Befestigungen engagierten, wie auch diese, die in den Diensten: Luftabwehr (OPL), Bürgerdienst und Feuerwehr organisiert wurden. Eine wichtige Rolle spielten Pionier-Truppen, die in den Tagen 8.-10. September 1939 in dem Vorfeld von Warschau, Panzerbarrieren und Minenfelder vorbereiteten, die Zugang zu Warschau der deutschen Truppen verhindern sollten.
          Seit Anfang des Konfliktes hatte die Zivilverwaltung eine einschneidende Bedeutung. An der Spitze der Verwaltung stand der Zivilkommissar bei Kommando der Verteidigung von Warschau, Stadtpresident Stefan Starzyński. Die Zivilverwaltung organisierte, trotzt aller Schwierigkeiten, Hilfe für Warschauer und erhielte derer Mut aufrecht.
       Aus den westlichen Teilen Polens trafen Flüchtlinge ein, die aus ihren Wohnungen und Häusern vertrieben wurden. Das waren ca. 300 Tausend Menschen, die unter extrem schwierigen Wohnungs- und Verpflegungsbedingungen lebten.
       Am 17.September 1939 marschierte die Sowjetische Armee in die Ostgebiete der II. Republik Polens  ein, ohne einen Krieg erklärt zu haben. Sie hatte den Ribbentrop - Molotow Pakt  vom 23. August 1939 realisiert. Als das bekannt wurde, schritten: polnische Regierung, Teil der Armee und Polizei die Grenze zu Rumänien über, wo sie interniert wurden.           
        Auf den besetzten Gebieten begannen die Russen Repressivmaßregeln gegen die polnische Bevölkerung einzuführen. (Auf Befehl der Führern Sowjetunions, mit Josef Stalin an der Spitze, wurde im April 1940 in Katyń, Miednoje, Starobielsk und Ostaszków,  Völkermord an den im Jahre 1939 internierten, Offizieren der Polnischen Armee, Beamten der Staatspolizei und Grenzschutz, wie auch an Staatsbeamten verübt. Die polnische Intelligenz und Grundbesitzer, als politische Gegner, wurden von NKWD (Narodnyj komissariat wnutrennych del = Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten) in die Arbeitslager auf das Sowjetuniongebiet geschickt.)
        Die russische Besetzung den Ostgebieten beschleunigte Besetzung von Polen durch die Deutschen.  Am 27. September 1939 kapitulierte Warschau (in  seiner Verteidigung sind 6 Tausend Soldaten und 25 Tausend Zivilisten gefallen, dazu wurden 50 Tausend Warschauer verwundet.) Nach der Niederlage des letzten Kampfes unter Kock, 2.-5. Oktober 1939, ergab sich Selbständige Operative Gruppe "Polesie" unter Genaral Franciszek Kleeberg.
        Beide Seiten des Konfliktes erlitten Verluste an Ausrüstung und Menschen. In den Kämpfen mit den Deutschen fielen ca. 70 Tausend der polnischen Soldaten und ca. 133 Tausend  wurden verwundet. Die deutschen Truppen verloren ca. 45 Tausend der Gefallenen, Verwundeten und Verschollenen. Am 28. September 1939 unterschrieben Deutschland und Sowjetunion ein Dokument, das neue Grenze den Flüssen Pisa, Narew, Bug und San entlang, festlegte.  
        Auf den besetzten Gebieten bildeten die Nazis neue Verwaltungseinheiten: Warthegau (beinhaltete folgende Gebiete: Großpolen, Schlesien und Danzig-Westpreussen, die direkt ins Reich einverleibt wurden. Man versuchte auf diesen Gebieten völlige Germanisierung durchzuführen und das Polentum ganz zu vernichten.) Aus dem Rest der polnischen Gebieten bildete man General Government mit der Hauptstadt in Krakau, wo Polen, laut der Auffassung des Begriffes "Untermensch", nur zu ungebildeten Arbeitern gemacht  werden sollten, die zum Gehorsam dem erzwungenen System der  strengen Unterdrückung im "Lebensraum" von Nazi-Deutschland gegenüber   erzogen sein sollten.

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                        

 

 

 

 Zurück...


 
Zusätzliche Dokumente
         
 
search Suche
 
   

Copyright © Muzeum Warszawy :: 2007

   
  Das Projekt ist vom Museum der Stadt Warschau in der Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv der Stadt Warschau und der deutschen Stiftung niederschsischen Gedenkstätten realiziert