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Bericht von Izabella Wciślińska


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     Letztlich brachten sie uns in offene Schweinewaggons zum Abtransport. Bevor ich in diesen Waggon eingestiegen war, wandte ich mich an den Lokführer, der den Zug fahren sollte, er möchte gleich hinter Pruszków etwas langsamer fahren, dann kann ich abspringen, da ich in Pruszków Verwandte habe. Tatsächlich ist der Zug gleich hinter Pruszków sehr langsam gefahren, ich konnte noch beiden Kindern etwas Nahrung in den Mund eingießen, wickelte meine Tochter sehr eng mit dem Steckkissen ein und wollte abspringen. Es war gar nicht so einfach, mein Kleid blieb an der Konstruktion des Waggons hängen, ich riss es aber heftig und war sofort auf dem Boden. Sofort warfen mir die Leute meine Tochter nach, ich fing sie in die Arme und begann durch die Gleise zu fliehen. Ich merkte gar nichts, was um mich herum geschah. Auf einmal lief ein junger Mann auf mich zu, nahm von mir das kleine Bündel mit dem Baby und sagte: "Folgen Sie mir", was ich auch tat. Er wohnte nicht weit von den Gleisen, in der Fabryczna Straße bei seinen Eltern. Die ganze Familie sorgte für uns mit viel Herz, zuerst konnte ich mich waschen, satt essen, bekam einen bequemen Platz zum Schlafen, sie besorgten auch einen Kinderwagen für meine Tochter. Mir ging es bei ihnen sehr wohl und ich fühlte mich sehr sicher.

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  Das Projekt ist vom Museum der Stadt Warschau in der Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv der Stadt Warschau und der deutschen Stiftung niederschsischen Gedenkstätten realiziert