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Bericht von Danuta Napiórkowska-Jarzębowska


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     Am 8. August 1944 wurden wir, d.h. u.a. ich, meine Mutter Bronisława und mein achtjähriger Bruder Bogusław in Pruszków in die Viehwaggons gedrängt und in ein besonders strenges Nazigefängnis in Namslau (heute Namysłów - Woiwodschaft Oppeln) gebracht. Dies war ein Nebenlager des Konzentrationslagers Groß-Rosen (Rogoźnica). Wir bekamen dort nur Wasser und geringe Brotmengen, schliefen auf dem einfach mit Stroh ausgelegten Fußboden und wurden bis zum 4. September 1944 gefangen gehalten. Mit diesem Transport wurden vor allem viele Mütter mit Kleinkindern und Babys eingeliefert. Alle Säuglinge wurden den Müttern weggenommen und sie "starben" bereits innerhalb der ersten 24 Stunden. Tote Kinder wurden auf einen aus Brettern gemachten langen "Tisch" gelegt, den verzweifelten Müttern gezeigt und es wurde mitgeteilt, dass es "für polnische Kinder keine Ärzte gibt".        
     Am 4. September 1944 erschienen auf dem Gefängnishof plötzlich Lkw´s mit offenen Ladeflächen vor und die Räumung des Gefängnisses begann. Zusammen mit der Mutter und mit dem Bruder sowie mit einigen der am Leben gebliebenen Nachbarn aus der Orla Straße 4, wurden wir in die Übergangshaftstelle Breslau Burgweide (Wrocław-Sołtysowice) - ein Konzentrationslager mit Gaskammern - gebracht. Nachdem wir da einen Tag verbracht hatten und mit dem sog. "Lysol" anstatt von Seife "gebadet" worden waren (viele Personen erlitten durch diese Flüssigkeit starke Verbrennungen), wurden wir in das Arbeitslager Sacrau (Zakrzów) bei Wrocław, Landkreis Oleśnica, transportiert.

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  Das Projekt ist vom Museum der Stadt Warschau in der Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv der Stadt Warschau und der deutschen Stiftung niederschsischen Gedenkstätten realiziert