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Interviews


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Bericht von Aleksandra Diermajer-Sękowska

[...]  Das heißt, Sie faßten den Entschluß, gemeinsam mit Ihrer Schwester in ein Kriegsgefangenenlager zu gehen? Ja. Das war in der nördlichen Stadtmitte, d.h., daß wir über Stadt Pruszkow nach Falingbostel, nachher im Dezember nach Bergen-Belsen und schließlich nach Oberlangen gebracht wurden. Erzählen Sie bitte, wie sah der Transport aus? Wir fuhren in einem Viehwaggon, ich weiß nicht mehr, wie viele wir da waren. Für die Mädchen war es dort sicher bequemer, denn sie waren kleiner als Erwachsene und fast alle konnten sich hinlegen. Es gab kurze Pausen, um auszutreten. In dem Waggon hatten wir ein Loch gemacht, durch das wir den Urin weggossen.  [...]

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Bericht von Grażyna Dorota Duchniak

[...]  Ich wohnte in der Hrubieszowska Straße 6, Wohnung Nr. 6. Aus dieser Wohnung schmiessen uns die Ukrainer aus. Von dort ging auch mein Vater in den Krieg 1939 und deswegen wohnte ich nur mit der Mutter. Da die Wohnung groß war, führte meine Mutter während der Besatzungszeit ein Pfandfinder - Kindergarten für die Kinder aus unserem Haus; er war kostenlos.  [...]

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Bericht von Jerzy Ekner

[...]  Bei Ausbruch des Warschauer Aufstandes waren Sie ein zehnjähriger Junge und wohnten in der Altstadt. Ja, ich wohnte bei meiner Oma in der Miodowa Straße 17, Wohnung Nr.14 im ersten Stock. Es war das Haus, das derzeit den Erzbischöfen von Warschau gehört. Das linke und das rechte Quergebäude waren damals in Zinshäuser mit den zum Vermieten bestimmten Wohnungen, verwandelt.(...) Das Haus wurde aus Holz und Ziegelsteinen gebaut. Sehr viel Holz wurde dort eingesetzt. Der Wandputz wurde auf Matten aus Schilfrohr gelegt, zur Deckenisolation wurden Holzspäne eingesetzt. Und diese Trümmer begannen zu brennen. Irgendjemand schaute heraus und rief: "Ja, es brennt schon, wir müssen von hier fliehen!" Wir nahmen das alles mit, was wir gerade an sich hatten, d.h. ich nahm den Mantel, die Strickjacke, und die Hose, die Oma und die Tante nahmen ihre Wintermäntel mit. Dazu nahmen wir unser ganzes Hab und Gut - ein Beutel mit Zwiebäcke, eine Schachtel Würfelzucker und ein kleines, ca.700 Gramm schweres Stück des geräucherten Schweinebauches Und damit gingen wir auf den Hof, dort waren nur Gewehrschüsse und Explosionen zu hören. Die Sonne schien wunderbar, es war heiß. Wir gingen den anderen Menschen nach, bogen nach links ab, bestiegen über ein Fenster die schon abgekühlte Brandstätte des Mittelhauses und darüber gingen wir zum Garten des Palais von Erzbischöfen. Mein erster Gedanke war die Frage: "Wo ist der Garten verschwunden?" Es gab keine Sträucher, keine Bäume, keine Rasenflächen mehr. Ich hatte am zweiten bzw. am dritten Tag des Aufstandes an einer Bestattung teilgenommen, die gerade in diesem Garten stattgefunden hatte. Inzwischen entstanden hier mehrere Gräber. Es gab keine Grünflächen mehr; die durch Splitter abgehauten Äste und Zweige lagen herum. Beim ständigen Knall der Schüsse und der Detonationen betraten wir diesen Garten und gerade dann kamen Flugzeuge hereingeflogen. Das waren die so genannten: Stukas. Und wieder ließ unser Selbsterhaltungstrieb sich an die Mauer werfen. Die Flugzeuge flogen so niedrig, dass ich durch die Scheiben der Führerkanzel den Kopf des Flugzeugführers in einer Ledermütze und mit Brille sah.  [...]

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Bericht von Marta Gadomska-Juskowiak

[...]  Alle Menschen wurden aus den Kellern vertrieben und alle Treppenhäuser wurden in Brandt gesetzt. Wir waren auf der zweiten Etage. Die Treppenhäuser waren aus Holz. Wir mussten fliehen. Meine Oma, Tante und Mutter wickelten uns in irgendwelche Decken um und dann gingen wir nach unten in den Keller.  [...]

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Bericht von Andrzej Garlicki

[...]  Vor dem Krieg wohnten wir, mit meinem Vater und meiner Mutter, an der Chmielna Straße, also im Stadtzentrum. Aber, ehrlich gesagt, ich erinnere mich an sehr wenig, eigentlich gar nichts davon. 1939 wurde mein Vater, der Anwalt war, als Oberleutnant der Reserve mobilisiert und kam nach dem Polenfeldzug September 1939 ins Oflag. In dieser Zeit gingen wir mit meiner Mutter rüber nach Żoliborz, wo die Großeltern ihrerseits wohnten und ihre drei bis vier Jahre ältere Schwester. Es war eine große Vierzimmerwohnung, die Großvater gekauft hatte, aber zwei von den Zimmern waren riesengroß. Großvater war Richter. Und das Erste, woran ich mich erinnere, ist als wir zu meinen Großeltern umgezogen waren.  [...]

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Bericht von Andrzej Janowski

[...]  Während der Besatzungszeit und den ganzen Aufstand lang wohnte ich mit meinen Eltern zusammen in der Noakowski Straße 12. Das war ein riesengroßes altes Haus, Anfang des vorigen Jahrhunderts gebaut. Und dort erlebten wir mit der ganzen Familie den Aufstand; mit der Ausnahme von einer kurzen Zeit, als wir evakuiert wurden, weil die Deutschen dabei waren, die Technische Hochschule einzunehmen. Dann mussten Frauen und Kinder das Gebäude verlassen, aber später kamen wir zurück. Wir lebten dort bis zum Ende, bis zu den letzten Tagen - wir gingen mit der ganzen Familie am 2. Oktober raus; wir waren fast die Letzten.  [...]

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Bericht von Leszek Kazanowski

[...]  In der Besatzungszeit wohnte ich in Warschau in der Miedziana Straße 4a - damals war das noch Stadtteil Śródmieście (das Zentrum von Warschau). Das war ein Haus von unserem Bekannten und wir zogen dorthin aus Włochy bei Warschau um. In diesem Haus wohnte noch meine Oma mit ihrem Sohn Marian Chmielewski (meine Oma heiratete zum zweiten Mal und nahm den Nachnamen des Ehemanns an). Im Jahre 1942 wurden meine Eltern verhaftet - meine Mutter im März, da sie die Reichsgrenze in der Nähe von Różan überschritten hat, und mein Vater im Herbst, auf dem Bahnhof in Skierniewice.  [...]

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Bericht von Wiesław Kępiński

[...]  Es gab dort jede Menge von verschiedenen kleinen Hinter- und Innenhöfen, irgendwelche provisorisch und unordentlich aus Holz gebaute Häuser... Und Armut, vor allem Armut... Soweit ich mich erinnern kann, habe ich vor Augen diese Bilder: voll von Wärme, Sonne, Sommer. Und es gibt nichts in meiner Erinnerung, was mich an die Schlittenfahrt oder Schlittschuhlaufen erinnern würde - das war allgemein ein unerfüllter Traum: die Schlittschuhe...  [...]

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Bericht von Ewa Kirszenstein-Skrzypczak

[...]  Danach gingen wir zu den Zugwagen. Die menschliche Natur ist unvorhersehbar - niemand wusste, wohin diese Züge fuhren, aber die Leute drängten sich gegenseitig, als ob sie dort irgendwelche Schätze bekommen sollten. In diesen Wagen konnte man nur gerade stehen. Zum Glück waren sie offen, das Dach war offen, es war also nicht stickig, aber das war - so zu sagen - nur ein Punkt; mit der Oma zusammen und mit Mania zusammen. Der Zug fuhr, sie wollten uns nicht einmal kurz herauslassen. Also mussten wir so fahren... und wir fuhren... Glücklicherweise fing es an zu regnen, und wir sammelten Wasser in eine kleine Schüssel, um es zu trinken. Die Deutschen ließen uns nicht herausgehen... Ein Brot wurde zu uns geworfen...  [...]

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Bericht von Tadeusz Klemiński

[...]  Während der Besetzung wohnte ich die ganze Zeit in Wawer. Wir nahmen eine Kellerwohnung in einem Haus ein, das noch bis heute steht, an der Kreuzung, auf der Bronisława Czecha Straße, dort wo man so ein hohes Haus sieht. Dort waren wir während der ganzen Besetzung, mit Ausnahme der Zeit, als die Deutschen uns vertrieben hatten, als die Front passierte.  [...]

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Bericht von Jadwiga Kołodziejska-Jedynak

[...]  Ich kann mich an etwas erinnern, das Spuren in meinem ganzen Leben hinterließ. Neben uns saß unsere Nachbarin, deren Tochter vor kurzem ein Baby geboren hatte. Diese Tochter fuhr zum Arzt oder irgendwohin und schaffte es nicht mehr, nach Hause zurückzukommen. Und die Oma blieb mit dem kleinen Baby. Es war vielleicht erst drei Wochen jung, auf jeden Fall noch ein Säugling, frisch geborenes Baby. Und das Einzige, was man diesem Baby geben konnte - diese Oma und meine Mutter gaben ihm jeweils ein von den Bonbons, die meine "verrückte" Schwester gerettet hatte, in ein Stück Stoff eingewickelt, damit es daran saugen konnte. Und das Baby hat daran gesaugt, denn es gab keine Milch. Aber es wimmerte die ganze Zeit. So ein Baby muss Wasser haben, es muss was zum Trinken haben. Dieses Baby war entwässert. Und wir konnten nur sehen, wie das Baby langsam starb. Denn wir durften uns nicht bewegen - wenn man sich einmal hingesetzt hatte, durfte man nicht mehr aufstehen. Und das war schrecklich. Es sind so viele Jahre vergangen, aber ich habe noch diese Oma in Erinnerung, die dieses Baby an die Brust drückte, denn es wollte an die Wärme ankuscheln. Und es starb vor unseren Augen...  [...]

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Bericht von Janina Loth-Borkowska

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Bericht von Eulalia Matusiak-Rudak

[...]  Am 10. August, am Nachmittag, kamen die Deutschen und ließen uns fortgehen. Man konnte etwas in die Hand nehmen und dann konnten wir in die Wohnung gehen. Als wir nur in die Wohnung hineingingen und kamen dem Fenster näher, knallte plötzlich etwas an die Ecke unseres Fensters. Also jemand beobachte unser Haus und schieß in unseres Fenster. Und dort auf dem Fenster stand Marmelade, die ich kaufte und in diesem Augustsonne schwellte sie so an, dass sie aus dem Glas auf das Fenster und den Fußboden floss und ich dachte, dass das Blut ist. Und das war die Marmelade.  [...]

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Bericht von Idalia Olszewska-Klemińska

[...]  Wawer das war ein Vorort von Warschau. Sehr nahe, jetzt ist es Warschau, aber damals war es ein Vorort von Prag. Das war ein einstöckiges Haus, gemauert, recht solide gebaut. In der Gegend gab es eben Einfamilienhäuser, klein, wie in einer Vorstadt halt. Und dort wohnte ich eigentlich seit meiner Geburt. Ich erinnere mich sehr gut, wie 1939 - ich war damals drei Jahre alt, fast vier, dreieinhalb - mein Vater in den Krieg zog. Er war ein Lanzenreiter und zog in den Krieg nach Modlin. Ich erinnere mich daran, obwohl ich sehr klein war, weil mich das sehr schwer mitnahm und ich sehr geweint hatte. 1939, während des Krieges und des Bombardements - Vater war nicht da, ich hatte keine Geschwister, ich war alleine mit meiner Mutter - fanden wir Schutz in der nahegelegenen Kirche. Weil die Kirche gewaltig war, gemauert, gut gebaut...  [...]

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Bericht von Krzysztof Radlicz

[...]  Am 27. September kapitulierte Mokotów. Wie war Ihr Schicksal ab diesem Moment an? Es gab einen heftigen Beschuss und wir befanden uns auf dem offenen Gebiet. "Społem" war schon in den deutschen Händen. Wir gingen durch diesen Kellerdurchgang in das Eckhaus in der Bałucki Straße 34, und dort erlebten wir die Kapitulation von Mokotów. Bevor wir herausgingen, ging durch das Haus in der Różana Straße 15 ein so netter Leutnant, ein charmanter humorvoller Mann. Die Deutschen schoben eine Kanone auf Raupenketten zu und fast in dem Moment der Kapitulation schossen sie in den Tor. Ein Splitter traf diesen Leutnant zwischen die Augen, die Augen flossen ihm heraus. Es war grauenvoll. Ihm wurde natürlich sofort ein Verband gemacht, und er wurde in eine Erste-Hilfe-Station geführt. Ich ging auf die Straße heraus; drei Offiziere standen dort und sprachen mit irgendwelchen Deutschen und Kalmücken. Der Hauptangriff wurde durch russische Truppen durchgeführt, die unter das deutsche Kommando übergegangen waren. Wir mussten erst die Barrikade abzubauen und zuschütten, danach fuhren Panzer hinein. Und sie gingen mit Ihrer Mutter heraus? Ja, ich ging mit meiner Mutter, Tante und Oma heraus. Wir gingen zu der Kazimierzowska Straße, dann von der Kazimierzowska Straße zu der Madaliński Straße, von der Madaliński Straße durch die Aleje Niepodległości (die Unabhängigkeitsalleen) nach Westen, durch ein Feld schräg in die Richtung Kleingärten neben Okęcie (ein Stadtteil, auch: der Flughafen in Warschau).  [...]

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Bericht von Jadwiga Szczęścik-Perucka

[...]  Ich war schon 5 Jahre alt. Meine Mutter fing an schrecklich zu weinen, weil ihre zwölfjährige Tochter und ihr Vater tot waren. Sie umarmte mich sehr stark um und fing an zu weinen. Dann begriff ich, dass etwas Schreckliches passiert war, dass es meine Schwester und meinen Opa nicht mehr gab. Von dann an kümmerte sich meine Mutter um mich. Meine Schwester und meine Tante waren da. Meine Oma war auch noch da. [Stanisława Kowalczyk kam während des Aufstands in der Królikarnia um.]  [...]

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Bericht von Michalina Walter-Horst

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Bericht von Zygmunt Walter

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Bericht von Halina Wiśniewska

[...]  Das war glaube ich Ende November. Ich kam nach Hause und wusste nicht mehr weiter. Und da mein Kleiner einen Leistenbruch hatte - damals, als sie uns so fast zertrampelt hatte - ging ich zum Arzt von RGO (Zentraler Hilferat). Der Arzt meinte: "Es ist Leistenbruch, aber hier kann ich nicht helfen. Wie hier, was? Wenn der Kleine ein Jahr alt wird und Sie irgendwo Fuß fassen, dann muss er operiert werden.  [...]

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Bericht von Elżbieta Żakowicz-Prejzner

[...]  Wir machten wieder halt in irgendeinem Wald. Dieser Wagen mit den Wächtern muss wahrscheinlich abgehängt werden. Ob sie sich entschieden, uns gehen zu lassen oder ob es die Partisanen waren, die uns befreiten, weiß ich nicht. Meine Mama wusste es auch nicht, denn wir alle mussten durch einen Wald rennen und dann gelangen wir an irgendwelche Scheune. Aus der einen wurden wir verjagt, sie sagten nämlich, jeder, der den Warschauern Hilfe leistete, sollte erschossen werden. Aber in dem zweiten Haus durften wir in der Scheune bleiben.  [...]

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Bericht von Julia Tazbir-Ehrenfeucht

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Copyright © Muzeum Warszawy :: 2007

   
  Das Projekt ist vom Museum der Stadt Warschau in der Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv der Stadt Warschau und der deutschen Stiftung niederschsischen Gedenkstätten realiziert