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Bericht von Janusz Kosk


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  HISTORISCHES MUSEUM DER HAUPTSTADT WARSCHAU

                                      Bericht von Janusz Kosk

Janusz Kosk
Alter 14 Jahre. Während des Warschauer Aufstands wohnte er in Warschau in der Marszałkowska Straße 56, Wohnungsnummer 33; er war Meldegänger und Briefträger der Pfadfinderfeldpost in Śródmieście Południowe (Zentrum Süd).

 

     Nach der Auflösung der Feldpost während der letzten Versammlung wurde uns mitgeteilt, dass wir Warschau mit unseren Eltern oder mit dem Militär verlassen sollten. Es wurde uns empfohlen, die Stadt - soweit es möglich war - zusammen mit den Eltern zu verlassen. Ich wohnte in der Marszałkowska Straße 56 und von dort gingen wir am 8. Oktober 1944 fort. Wir verließen die Wohnung und das Gebäude wurde durch Polnisches Rotes Kreuz mit dem Ziel übernommen, dort ein Krankenhaus einzurichten.
     Ich ging mit meiner Mutter und der Familie meines Vaters, das heißt: mit der Großmutter, der Tante und der Ehefrau sowie der Tochter eines der Brüder meines Vaters. Dieser Bruder, das wussten wir schon früher, wurde in Katyń umgebracht. Zusammen mit uns ging auch Aleksander, der älteste Bruder meines Vaters mit seiner Ehefrau und der Schwiegermutter. Es ist ihnen gelungen, zu uns in der ersten Augusthälfte aus Wola [ein Stadtteil von Warschau - Anmerk. d. Übers.] zu kommen. Ich weiß noch, dass zu diesem Zeitpunkt sich schon sehr wenige Personen in Warschau aufhielten. Wir sahen einzelne Personen in der Marszałkowska Straße. Wir wurden in die Śniadeccy Straße, dann die Straße 6 Sierpnia [des 6. August] in die Richtung von Aleje Niepodległości und weiter in die Straßen Wawelska und Kopińska zum Dworzec Zachodni [Westbahnhof] geführt. Von dort aus wurden wir mit einem Zug nach Ursus transportiert. Wir sind dort am Abend angekommen.
     Am nächsten Tag früh fing die Selektion an. Das heißt, man musste die Halle verlassen und in eine Stelle gehen, wo einige Gestapo-Männer standen. Unter ihnen gab es auch zwei Frauen in SS-Uniformen. Sie wiesen die Menschen nach links oder nach rechts hin. Die Schwestern des PCK [Polnisches Rotes Kreuz], die sich um uns am Vorabend gekümmert hatten, informierten uns, dass die Menschen, die nach links gingen, wahrscheinlich in dem General Gouvernement bleiben würden, und diese, die nach rechts gingen, zur Zwangsarbeit nach Deutschland transportiert werden sollten. In dem Durchgangslager in Ursus schliefen wir in einer Fabrikhalle auf dem Betonboden; Wir bekamen auch nichts zum Essen. Die PCK-Schwester suchten kranke Personen aus, um ihnen Hilfe in der Sanitärstation zu leisten. Diese Personen hatten die Möglichkeit, frei gelassen zu werden. Meine Großmutter, die Tante mit einer sechsjährigen Tochter, der Onkel mit seiner Ehefrau und Schwiegermutter wurden nach links geschickt. Meine Mutter und ich wurden nach rechts geschickt. An der rechten Seite sammelte sich eine große Menschengruppe; meiner Mutter und mir gelang es aber, wieder auf die linke Seite durchzugehen. In dem Drahtzaun gab es ein Loch, an dem ein Wehrmachtsoldat stand. Meine Mutter nahm ihren Schmuck und ihre goldene Uhr ab, die sie dem Soldat geben wollte. Er drehte sich aber mit dem Rücken zu uns. Wir gingen schnell durch das Loch durch. In dem anderen Teil des Lagers warteten wir ungefähr eine Stunde lang. Dann wurden wir in den Reihen - jeweils vier Personen in die Richtung Tor geführt. Dort standen die Deutschen und beobachteten aufmerksam die Durchgehenden. Meine Mutter sagte mir, ich sollte mich ein bisschen beugen. Als 14-jähriger Junge war ich 1,70 groß und es war schwierig, mich kleiner zu machen. Es gelang uns, durchzugehen und wir gingen auf einen Bahnsteig, an dem ein Zug bereit gestellt wurde. Wir stiegen in offene Waggons ein, in die viele Personen gedrängt wurden. Es gab dort keine Bänke und man musste die ganze Zeit lang stehen. Die Einwohner von Ursus, die an der anderen Seite des Bahnsteigs standen, versuchten uns Brot zu geben. Meine Mutter hat mich nicht viel frisches Brot essen lassen, denn nach dem zwei Monate langen Hungern hätte ich davon krank werden können.
     Endlich startete der Zug und wir wussten nicht, wohin wir fuhren. Wir hielten in Pruszków an. Schon während des Warschauer Aufstands hatten wir gewusst, dass die Einwohner Warschaus in ein Durchgangslager nach Pruszków geschickt wurden. Wir fuhren dort am Nachmittag weg - dem Zug von Pruszków angehängt.
     Nach einer langen Zeit hielt der Zug auf einem Feld an. Die Deutschen öffneten die Waggone, damit die Menschen ihre Notdurft verrichten konnten. Die Soldaten fanden diesen Anblick so lustig, dass sie anfingen, aus ihren Gewehren zu schießen. Darauf liefen alle in die Waggone zurück. In einem Moment wurde uns bewusst, dass wir durch Częstochowa (Tschenstochau) fuhren. Wir konnten das Kloster Jasna Góra sehen. Morgen früh, es war vielleicht erst 5 Uhr, sah meine Oma eine Ortschaftstafel und stellte fest, dass wir auf die Gebiete kamen, die an das Deutsche Reich angeschlossen wurden. Wir sahen eine Ortstafel, an der der Name „Auschwitz" stand. Der Zug stand ca. eine Stunde lang an der Rampe. Die Soldaten saßen weiterhin in den Wächterhäuschen. Wir waren darauf vorbereitet, dass wir in das Lager hineinfahren würden. In einem Moment konnten wir spüren, dass an den Zug eine andere Lokomotive angehängt wurde. Wir fuhren zurück. Alle in dem Waggon atmeten mit Erleichterung auf. Ich denke, dass in dem Zug, mit dem wir fuhren, es niemand mehr gab außer den Wächtern gab, die uns überwachten. Es gab weder die Gestapo-Leute noch die Hunde. Wir bemerkten, dass wir zurück in dem General Gouvernement waren.
     Inzwischen wurde es schon hell und der Zug hielt in einem Bahnhof namens Mszana Dolna. Die Deutschen verließen ihre Wächterhäuschen, öffneten die Waggone und in der Begleitung ihrer Schreie „raus!" stiegen wir aus dem Zug aus. Wir gingen alle in die Richtung des Bahnhofgebäudes, wo die Einheimischen waren und uns in ihre Häuser einluden.
     Nach zwei Tagen Aufenthalt wurde ein Erlass herausgegeben, laut dessen alle, die aus Warschau angekommen waren, sich in dem Gemeindeamt zu registrieren hatten. Meine Mutter hat sich registrieren lassen und bekam einen Ausweis - eine Bescheinigung, mit der sie wiederum in ein deutsches Oberkommando gehen musste. Dort bekam sie ein Stempel, dass wir aus Warschau „evakuiert" wurden. Es erlaubte ihr, sich auf dem Gebiet des General Gouvernements zu bewegen. Viele Personen entschieden sich aber dafür, in Mszana Dolna zu bleiben.
     Wir wussten, dass die Schwester meiner Mutter im Juli 1944 zum Urlaub nach Poronin gefahren war. Wir entschieden uns, zu ihr zu fahren. Zusammen mit uns begab sich nach Zakopane der Bruder meines Vaters, Aleksander, der zu seiner Cousine fahren wollte. Wir wussten so ungefähr, bei welchen Bergmenschen sich meine Tante jedes Jahr aufgehalten hatte. Ein Bergbauer, den wir auf dem Weg trafen, wusste, dass die Urlauber aus Warschau in der Skupniowa Straße wohnten. Dort fanden wir meine Tante, den Onkel und ihre zwei Kinder. Wir wohnten ungefähr 150 Meter vom Wald entfernt. Es war ruhig dort, aber Anfang Dezember fingen die Deutschen nach den Angereisten aus Warschau zu suchen und diese festzunehmen, deren Kennkarten in Warschau ausgestellt wurden. Die Ausweise meiner Mutter und meiner Tante wurden in der Region von Lublin ausgestellt und das hat sie gerettet. Die Soldaten fanden auch uns, bloß die Bergmenschen informierten uns zeitig darüber, dass sie kommen sollten. Mein Onkel und ich konnten noch in den nahe liegenden Wald fliehen. Wir wussten, dass die Deutschen in den Wald nicht hereingehen würden, weil die dortigen Partisanen, von den Bergmenschen „Jędrusie" genannt, sehr aktiv waren.
     In Poronin gab es eine Bahnbrücke über Biały Dunajec, die von den Deutschen bewacht wurde. Direkt an der Brücke stand eine Wache. Die Bergmenschen erzählten, dass im Winter um 7 Uhr abends, also als es dunkel wurde, sich die Deutschen in die Wache hinein versteckten und auf die Gleise die Partisanen herausgingen. Morgen früh gingen die Partisanen in den Wald zurück und die Deutschen kamen auf die Gleise heraus.
     In Poronin wohnten wir bis zur Befreiung. In dem Haus, in dem wir uns aufhielten, mietete eine Wohnung ein Anwalt aus Krakau mit seiner Ehefrau. Das war ein älterer Mann, im Alter von ca. 40 - 50 Jahren. Seinen Namen kenne ich nicht mehr.
     Ich erinnere mich noch gut an „Pasterka" [Gottesdienst am Heiligen Abend, um Mitternacht - Anmerk. d. Übers] im Jahre 1944, die trotz der Polizeisperrstunde in der Nacht stattfand und sowohl die Bergmenschen als auch die Warschauer nahmen daran ungestört teil. Das war ein rührendes Erlebnis. Die Hoffnung auf die bessere Zukunft im befreiten Polen kam in unsere Herzen herein.
     Im Januar 1945 kamen ohne jegliche Kämpfe die Russen nach Podhale. Morgen früh hörten wir von den Bergmenschen, dass „die Russen kamen". Sie waren auf der Straße und gingen in die Richtung Zakopane. Das waren die Fronteinheiten, die nach vorne gingen; am Vortag hatten wir schon die deutschen Truppen im schnellen Rückmarsch gesehen. Ich hatte die Sowjets schon vorher erlebt, im Jahre 1939, während des Aufenthaltes in Krasnystaw. Sie waren am 20. September angekommen, aber nur für eine kurze Zeit, weil bald danach zogen sie zurück und die Deutschen nahmen die Stadt wieder ein.
     In Poronin wurden die Russen von den Einwohnern begrüßt. An der Begrüßung nahm auch der Anwalt aus Krakau teil. Er hatte Absicht, ihnen Zigaretten zu schenken. Ich warnte ihn, dass er vorsichtig vorgehen sollte, weil Kommunismus eine fürchterliche Sache sei. Er wollte aber einem Jungen nicht glauben. Nach einer halben Stunde kam er entsetzt zurück. Er erzählte, dass er den Russen Zigaretten angeboten hatte und sie wollten wissen, wie spät es war. „Ich schaute auf die Uhr und sie haben sie mir weggenommen" - erzählte er. „Sehen Sie, wie Sie sie begrüßten? Sie werden angenehme Erinnerungen haben" - sagte ich zu ihm.
     Die russischen Truppen quartierten sich in allen Berghäusern ein. Sie benahmen sich ordentlich.
     In dieser Zeit blieben meine Mutter und meine Tante mit den Kindern in Poronin und ich ging mit dem Onkel nach Warschau. Es gab jedoch überhaupt keine Möglichkeit, irgendwelches Verkehrsmittel zu benutzen. Angesichts dessen entschieden wir uns, von Poronin bis nach Krakau zu Fuß zu gehen. Wir gingen drei Tage lang. Unterwegs trafen wir hinter Chabówka sehr nette junge Menschen, die von den Partisanen zurückkamen. Ursprünglich wohnten sie in Krakau. Wir hatten keine Probleme, auf dem Weg Übernachtungsmöglichkeiten zu finden, denn als die Partisanen ihre Waffen zeigten, wurden wir überall gerne aufgenommen.
     In Myślenice traf einer dieser jungen Menschen seine Freunde, die aus Krakau zurückkamen. Sie benachrichtigten uns, dass es kein Zweck war, dahin zu gehen, weil die AK-Mitglieder in großen Mengen verhaftet wurden. Unser Wegbegleiter wollte aber seine Eltern treffen, die er seit zwei Jahren nicht gesehen hatte. Er entschied sich zu riskieren und ging nach Hause.
     Wir trennten uns von ihm in Krakau. Ich ging mit dem Onkel zu unserem bekannten Anwalt. Er informierte uns, dass nach Warschau keine Züge fuhren. Das war damit verbunden, dass in einer Ortschaft namens Tunel der Bahntunnel zerstört wurde. Nach dieser Nacht, in der wir gut ausgeschlafen hatten, entschieden wir uns, nach Poronin zurückzukehren. Auf dem Rückweg gelang es uns, bis zur Kreuzung in Richtung Nowy Sącz zu fahren - wir fuhren mit einem angehaltenen Studebaker-LKW amerikanischer Herstellung, dessen Trupp aus Russen bestand. Mein Onkel wunderte sich, dass auf dem Wagen auf der Motorhaube ein weißer Stern und eine Aufschrift USA gemalt war. Da mein Onkel Russisch sprach, sagte er zu ihnen: „Seht mal, ihr seid doch eine sowjetische Armee, und ihr habt eine Aufschrift USA?" Sie antworteten ihm sofort: „niczewo, niczewo - eto Ubit Sukinsyna Adolfa" [„das ist nichts, es heißt: Umbringen Schweinehund Adolf"]. Wir hatten ein Stück geräucherten Speck. Wir schenkten es den Soldaten, die sich darüber sehr freuten. Auf der Kreuzung verabschiedeten wir uns von ihnen und gingen in Richtung Zakopane. In der Gegend von Chabówka gab es einen Schneesturm und wir sahen das sowjetische Heer in die Gegenrichtung gehen. Wir dachten, dass die Armee einen Rücktritt aus Podhale machte.
     Endlich kamen wir in Pornonin an. Einige Tage später gelang es uns, von einem Bergmann einen Pferdewagen zu mieten; er sollte uns damit nach Krakau fahren. Es stellte sich heraus, dass meine Mutter unter der Einlage in ihrem Schuh die Dollars versteckt hatte, als wir dabei gewesen waren, Warschau zu verlassen. Wir konnten sie dann gut gebrauchen: der Bergmann wollte für die Fahrt nur diese Währung nehmen. Nach zwei Tagen Fahrt kamen wir in Krakau an, wo wir übernachteten. Danach gingen wir zum Bahnhof. Mit dem Zug fuhren wir in diese Ortschaft Tunel. Dort musste man aus dem Zug aussteigen, einen Umweg um den Tunnel zu Fuß zu machen und in einen Güterzug einsteigen, der an der anderen Tunnelseite bereit gestellt wurde. Und das alles in einem schrecklichen Schneesturm. Wir kamen in Warschau an.
     Wir kamen dort ca. am 15. Februar 1945 an. Der Zug hielt ungefähr zwei Kilometer vor dem Westbahnhof an. Die Fahrgäste mussten auf einem Feld aussteigen. In der Ferne waren Häuser der Bahnkolonie zu sehen. Plötzlich kam ein Eisenbahner zu uns und sagte: „Was wollt ihr mit diesen Kindern im Zentrum? Das ist eine Katastrophe dort. Es kann sein, dass eure Wohnungen nicht mehr existieren, alles ist doch zerstört; kommt zu mir, ihr geht morgen früh dahin". Und wir übernachteten bei ihm.
     Meine Mutter, mein Onkel und ich gingen zu Fuß in das Zentrum von Warschau. Die Tante wartete mit den Kindern bei dem Eisenbahner. Zuerst gingen wir selbstverständlich in die Marszałkowska Straße. Die ganze Straßenseite, wo die Häuser mit geraden Nummern standen, d.h. zwischen den Straßen: Pius und Wilcza, ist erhalten geblieben. Die einzige Ausnahme war die beschädigte Fassade eines Hauses. Unser Haus, in der Marszałkowska Strasse 56 war nicht beschädigt.
     In der Wohnung trafen wir die Schwester meines Vaters, die in Grochów gewesen war, als der Aufstand ausgebrochen war. Sie hatte es geschafft, mit dem Heer über eine Pontonbrücke über die Weichsel zu gehen und schnell nach Hause zu gelangen. Von der Wohnung wurde nichts gestohlen, obwohl inzwischen viele Menschen in die Stadt gekommen waren, die die Wohnungen geplündert hatten. Unser Aufenthalt in der Marszałkowska Straße dauerte jedoch nicht lange. Nach zwei Wochen wurden auf den Türen von Treppenhäusern Bekanntmachungen geklebt, durch die die Einwohner informiert wurden, dass sie ihre Wohnungen verlassen sollten, da die Räume durch das Amt für Propaganda und Kinofizierung  übernommen wurden. Es wurde eine Frist von zwei Wochen gesetzt. Niemand interessierte sich für das Schicksal der Einwohner, die aus ihren Wohnungen hinausgeworfen wurden. Wir zogen in die Wohnung meines Onkels um, in die Wilcza Straße 28, dieses Haus ist auch erhalten geblieben.
     Der Onkel, der mit und in Poronin gewesen war, wurde in ein Kreiswehrersatzamt berufen, das ihren Sitz in der Solari Straße hatte und er bekam eine Wohnung in der Filtrowa Straße. Sie gaben uns ein Zimmer und auf diese Weise haben sie unserem Umherirren das Ende gesetzt.
     Über meinen Vater, der während des Aufstands in Grochów von Gestapo verhaftet wurde, hatten wir weiterhin keine Information. Erst 1948 erhielten wir von dem Roten Kreuz eine Nachricht, dass er in dem Konzentrationslager in Buchenwald gewesen und am 28. Dezember 1944 in Zwieberge verstorben war. Seine Leiche wurde in einem Krematorium in Quedlinburg in Harzgebirge verbrannt.
     Die Schwestern meiner Mutter, die in Krasnystaw lebten, fanden heraus, dass wir nach Warschau zurückgekehrt waren. Die Jüngste von ihnen kam zu uns mit einem Vorschlag, wir sollten zu ihnen umziehen, denn dort bestand für mich eine Möglichkeit, ab sofort in einem Gymnasium zu lernen. In dieser Zeit gab es in Warschau die einzigen funktionierenden Schulen in dem Stadtteil Praga. Da es auch kein Stadtverkehr war, hätte ich große Schwierigkeiten gehabt, an dem Unterricht teilzunehmen. Wir fuhren nach Krasnystaw und dort habe ich die zweite Klasse Gymnasiums abgeschlossen. Im Jahre 1946 kamen wir wieder nach Warschau zurück, wo ich im Gymnasium und danach im Stanisław-Staszic-Lyzeum weiter lernte.
Im Jahre 1949 legte ich die Aufnahmeprüfungen in die Politechnika Warszawska, Fachbereich: Elektrotechnik [Technische Hochschule in Warschau]. Als ich Ende 1954 mit meinem Studium fast fertig war, wurde mir eine Assistenzstelle angeboten, danach promivierte ich und arbeitete dort weiter als Oberdozent. Insgesamt arbeitete ich an der Technischen Hochschule in Warschau über 45 Jahre lang.

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