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Der Aufstand im Warschauer Ghetto


     Nach der Niederlage des Polenfeldzugs im September 1939 fingen die Deutschen an, auf den besetzten Gebieten die jüdische Bevölkerung zu verfolgen. Gemäß der Verordnung, die der Gouverneurs Ludvig Fischer am 2. Oktober 1940 erließ, zäunte der deutsche Besatzer einen Stadtteil Warschaus ab. Die Mauer war 3 m hoch und 16 km lang. Auf dem abgegrenzten Gebiet entstand ein Ghetto. Auf eine kleinen Fläche von 307 ha wurden zwangsweise über 400 000 Leute umgesiedelt und dort eingesperrt. Gleichzeitig wurden die dort wohnenden Polen vertrieben. Der Besatzer isolierte diesen Stadtteil. Die Polen hatten Verbot, das Ghetto zu betreten, und die Personen jüdischer Herkunft durften es nicht verlassen. Sie wurden gezwungen, Armbinder mit Davidstern zu tragen, damit sie als Juden auffallen. Die Juden wurden gezwungen, verschiedene Arbeiten zugunsten des Dritten Reiches auszuüben, gleichzeitig haben sie Hungerrationen von Lebensmittel bekommen. Dies und die Krankheiten verursachten, dass die Sterblichkeit dort (vor allem der Kinder und älterer Personen) erheblich gestiegen ist.
     Obwohl für die Hilfe der Juden die Todesstrafe drohte, bemühten sich die Einwohner Warschau und Behörden des Polnischen Untergrundstaates, durch den Rat für die Unterstützung der Juden "Żegota" für die Hungernden Lebensmittel zu organisierten und  Waffen zu beschaffen. Die Organisationen versteckten auch Menschen und retteten Kinder, indem sie sie auf die andere "arische" Seite herausführten.
     Ab Juli bis September 1942 führten die Deutschen die Endauflösungsaktion des Warschauer Ghettos durch. Durch den Umschlagplatz in der Stawki Straße wurden 300 tausend Juden ausgesiedelt und in die Gaskammern in dem Vernichtungslager in Treblinka verschleppt. Diese Untaten verstärkten bei den im Ghetto Gebliebenen Wunsch an Rache und Widerstand gegen die Ausrottungspolitik des Nazideutschlands. Die Folge dessen war, das zwei Organisationen: Żydowski Związkek Wojskowy (der Jüdische Militärbund) und Żydowska Organizacja Bojowa (Jüdische Kampforganisation) sich für den Kampf gegen die Deutschen vorbereiteten. Sie stellten Kampfmittel her, sammelten Waffen an (die sie vor allem von Polnischen Heimatarmee - AK und den mit der Polnischen Sozialistische Partei - PPS Kreisen bekamen) und bauten Schutzbunker.
     Am 19. April 1943 nahmen ein Tausend schlecht bewaffneten Soldaten der jüdischen Untergrundbewegung unter dem Kommando von Mordechaj Anielewicz den ungleichen Kampf mit der deutschen Armee auf. Den aufständischen sind ca. 50 - 60 000 der Ghettoeinwohner beigestanden. Am Anfang des Aufstands wurden zwei Fahnen: die polnische und die jüdische hinausgehängt. Bis 23. April 1943 führten die Aufständischen Straßenkämpfe, dann verteidigten sie die Bunker. Die Deutschen, unter dem Kommando des SS-Brigadenführers Jürgen Stroop nahmen Schritt für Schritt die kämpfende Stadt ein, zerstörten konsequent alle Häuser und töteten die Menschen. Der Aufstand dauerte bis Hälfte Mai. Sein symbolisches Ende war die Sprengung der Großen Synagoge in der Tłomackie Straße am 16. Mai 1943. In dem Aufstand kamen ca. 6000 Juden um, ca. 7000 Ghettoeinwohner wurden getötet, und ca. 40 000 Ghettoeinwohnern wurden von den Deutschen in die Konzentrations- und Vernichtungslager in Oświęcim (Auschwitz), Treblinka und Majdanek verschleppt. Die Besatzer haben nach der Niederlage des jüdischen Aufstands diesen Teil Warschaus dem Boden gleichgemacht.

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  Das Projekt ist vom Museum der Stadt Warschau in der Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv der Stadt Warschau und der deutschen Stiftung niederschsischen Gedenkstätten realiziert